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Romanische Kirchen, Zeugnisse der Stadtgeschichte und eine neu gestaltete Flusslandschaft geben Kamen unterschiedliche Seiten. Wer einen Aufenthalt plant, kann zwischen Baugeschichte, Museum und Angeboten rund um die Seseke wählen.

Stadtgeschichte an Kirchen, Markt und Bauwerken

Die Pauluskirche ist eine romanische Kirche; ihr erster Bau stammt aus dem 12. Jahrhundert. Ihr nach Westen gegen die vorherrschende Windrichtung geneigter Turm ist Kamens Wahrzeichen. Der Alte Markt war ursprünglich das Zentrum des mittelalterlichen Kamen und ist bis heute Treffpunkt sowie Veranstaltungsort für Ereignisse in der Innenstadt. Das Alte Rathaus ist ein Stuckgebäude mit teilweise geschlossener Arkadenloggia und diente bis 1976 als Rathaus.

Am westlichen Eingang zur Ostenmauer steht ein Rest der alten Stadtmauer. Die Mauer wurde im 13. Jahrhundert aus grünem Anröchter Sandstein errichtet. In Methler ist die Margarethenkirche ein weiteres Ziel für Architekturinteressierte: Die spätromanische Hallenkirche besitzt das älteste bekannte Kirchendachwerk in Westfalen. Schloss Heeren wiederum ist ein frühbarockes Wasserschloss, das für Hochzeiten und Tagungen gemietet werden kann. Private Besitzverhältnisse können den Zugang beeinflussen; klären Sie eine Besuchsmöglichkeit daher vorab.

Museum und historische Stadtführung

Das Haus der Stadtgeschichte verbindet ein Museum zur Lokalgeschichte mit historischem Archiv und wissenschaftlicher Bibliothek und ist auf öffentliche Besuche ausgerichtet. Zum Programm gehören Ausstellungen, Führungen, Vorträge, Lesungen, Konzerte und Bildungsangebote; einzelne Programmpunkte können sich ändern. Ein Modell zeigt Kamen um 1750. An einer Kinderstation lassen sich Nachbildungen mittelalterlicher Helme und Bundhauben anprobieren.

Eine historische Stadtführung führt zu wichtigen Orten im Innenstadtbereich und dauert etwa 90 Minuten. Prüfen Sie vor der Reise, ob die Führung zu Ihrem Termin verfügbar ist. So lässt sich der Rundgang gezielt in die Tagesplanung einordnen, während ein Besuch im Haus der Stadtgeschichte einen eigenen Schwerpunkt auf Kamens lokale Vergangenheit legt.

Die Seseke: Flussgestaltung und Kunst

Die Seseke wurde von einem begradigten, betonierten Kanal in einen naturnah geformten, gewundenen Fluss mit Flachwasserzonen und Rückhaltebereichen umgestaltet. Die Wiederherstellung begünstigte die Rückkehr von Flora und Fauna und schuf neue Lebensräume. Zugleich ist der Fluss Thema öffentlicher Kunst: „JETZT und der Fluss“ nutzt Steingabionen, um Ansichten der Seseke einzurahmen und über Zeit und Wandel nachzudenken.

Auch die „Pixelröhre“ gehört zur Seseke-Route. Das Landschaftskunstwerk deutet die Verwandlung des Flusses vom Abwasserkanal zum Fluss. Kamens Radwege führen außerdem an Kunstwerken des Projekts „Über Wasser gehen“ vorbei, darunter „JETZT und der Fluss“. Bei einer konkreten Radtour lohnt sich ein Blick auf aktuelle Routenangaben; Bedingungen auf Strecken und an Installationen können sich ändern.

Park und Radrunden

Im zentral gelegenen Sesekepark gibt es Spielplätze, Wiesen für Picknicks und ein Beachvolleyballfeld. Der Park liegt an der Seseke-Radroute und bietet damit einen weiteren Anknüpfungspunkt für die Planung rund um den Fluss. Für eine längere Radtour ist eine 17 Kilometer lange Anfängerrunde um Kamen beschrieben, die fast vollständig auf Radwegen abseits des motorisierten Verkehrs verläuft.

Die Stadtführung und die Radrunde bieten unterschiedliche Orientierungswerte für einen Aufenthalt: etwa 90 Minuten für den historischen Rundgang, 17 Kilometer für die Anfängertour. Wählen Sie danach, ob Sie Ihren Schwerpunkt eher auf Baugeschichte und Museum oder auf Radfahren, Flussgestaltung und Kunst legen möchten.

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