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Die St.-Marien-Kirche, drei historische Zeugnisse und eine Radroute führen zu unterschiedlichen Seiten Schelborns: Baugeschichte, Denkmale verschiedener Jahrhunderte und eine Strecke, die durch den Ort führt. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, kann Form, Datierung und Lage der Zeugnisse miteinander vergleichen. Für eine Radtour sind Länge und Schwierigkeitsgrad einer konkreten Route angegeben. Hinzu kommen ein regelmäßig um den 11. November stattfindender Martinsumzug und eine Haltestelle an der Wanderroute Eifelleiter. Diese unterschiedlichen Anknüpfungspunkte können Ihre Reiseplanung jeweils auf Geschichte, Termin oder Anreise ausrichten.

St.-Marien-Kirche: Bau, Erweiterung und Sanierung

Die St.-Marien-Kirche wurde 1883 erbaut. Die Einwohner von Schelborn sammelten Geld und errichteten sie. 1949 wurde die Kirche erweitert; um die Jahrtausendwende erfolgte eine aufwendige Sanierung. Die drei Zeitpunkte beschreiben verschiedene Phasen: den Bau, eine spätere Erweiterung und die Sanierung. So lässt sich die Geschichte der Kirche über mehr als ein einzelnes Baujahr hinweg betrachten. Wer sich für historische Bauwerke interessiert, findet hier einen klaren zeitlichen Verlauf – von der Errichtung im 19. Jahrhundert bis zur deutlich späteren Sanierung.

Bildstock und Wegekreuze: Formen und Datierungen

Auch drei weitere historische Zeugnisse unterscheiden sich nach Form, Datierung und Lage. Südlich von Schelborn befindet sich ein Bildstock in Schöpflöffelform aus dem 16. Jahrhundert. An der Dorfstraße liegt ein Wegekreuzfragment aus dem 18. Jahrhundert. Ein weiteres Wegekreuz steht auf dem Friedhof an der Verlängerung der Dorfstraße: Es ist vom Nischentyp und stammt aus dem Jahr 1717.

Bildstock, Fragment und Wegekreuz vom Nischentyp bezeichnen unterschiedliche Formen. Auch die zeitliche Einordnung ist verschieden: Das Kreuz auf dem Friedhof ist genau auf 1717 datiert, während für den Bildstock und das Fragment Jahrhundertangaben vorliegen. Zusammen geben die drei Zeugnisse damit mehrere konkrete Anhaltspunkte, um historische Formen und ihre jeweilige Ortslage in Schelborn einzuordnen.

Radroute und Landschaft

Die Radroute „Gut Schirmau – ab Weibern“ ist 32,0 Kilometer lang, mittelschwer eingestuft und führt durch Schelborn. Für die Tourenwahl gehören Länge und Einstufung zusammen: Sie geben sowohl den Umfang der Strecke als auch ihren angegebenen Schwierigkeitsgrad wieder. Der Routenname und der Verlauf durch Schelborn machen die Tour zu einem konkreten Radbezug für den Ort.

Ein eigener Landschaftsbezug liegt in der Umgebung von Oberdürenbach: Dort befindet sich der Königssee, ein ehemaliger Basaltsteinbruch, der sich mit Grundwasser gefüllt hat und zu einem Naturreservat für Fauna und Flora geworden ist. Der See liegt an der Route Vulkanpark Brohltal/Laacher See. An diesem Beispiel lässt sich die frühere Nutzung als Steinbruch von seinem späteren Status als Naturreservat unterscheiden.

Termin und Anreise planen

In Schelborn findet der Martinsumzug regelmäßig um den 11. November statt. Der jährliche Termin kann variieren. Wenn Sie Ihre Reise daran ausrichten möchten, prüfen Sie deshalb vorab das aktuelle Datum. Für die Anreise ist außerdem die Haltestelle Schelborn, Blasweiler Weg, ein konkreter Bezugspunkt: Sie liegt an der Wanderroute Eifelleiter und wird von der Linie 811 bedient. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan, da sich Angaben zum öffentlichen Verkehr ändern können. So bleiben sowohl der Besuch rund um den Umzug als auch die Fahrt mit der Linie an den jeweiligen Reisetermin gebunden.

Weitere Reiseziele entdecken: Maria Laach, Weibern, Glees, Dedenbach, Niederdürenbach, Wehr, Spessart, Hohenleimbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brohltal.

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