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In Guldental treffen Weinlandschaft und Ortsgeschichte aufeinander. Wanderwege führen durch Rebflächen, während Streuobstwiesen eine andere Seite der Landschaft zeigen. Für die Planung lohnt sich vor allem ein Blick auf die unterschiedlichen Wege und auf die Möglichkeiten, Wein und Natur näher kennenzulernen.

Weinberge zu Fuß: zwei unterschiedliche Wege

Der Guldentaler Weinwanderweg verläuft auf vollständig befestigten Wegen und kreuzt den Guldentaler Krönchen an mehreren Stellen. So können Wandernde unterwegs die Route wechseln oder die Runde verkürzen. Das Guldentaler Krönchen ist dagegen ein Rundweg mit einer Länge von 8,2 Kilometern und einer Dauer von etwa 2 Stunden 15 Minuten. Es verbindet die früheren Ortsteile Heddesheim und Waldhilbersheim mit der umgebenden Weinlandschaft.

Auch die Landschaft entlang des Krönchens bietet einen eigenen Kontrast: Kultivierte Weinberge treffen auf aufgegebene Weinberge mit wildem Charakter. Wer eine Rundstrecke mit angegebener Länge und ungefährem Zeitbedarf sucht, findet diese Orientierung beim Krönchen. Der Weinwanderweg bietet durch seine mehreren Schnittpunkte mit dem Krönchen die Möglichkeit, den Routenverlauf zu ändern oder zu verkürzen.

Weinbau und Einblicke in die Reben

Die Weinberge umfassen 417 Hektar und erstrecken sich entlang von sechs Kilometern südexponierter Hänge am Guldenbach. Am Guldentaler Weinlehrpfad erfahren Besucherinnen und Besucher mehr über die hier angebauten Rebsorten. Zum Pfad gehören auch ein Grill und eine Schutzhütte mit Panoramablick über das Guldenbachtal. So verbindet der Weg Informationen zum Weinbau mit einem weiten Blick auf die Landschaft.

Guldentaler Weingüter bieten Weinproben und Weinbergführungen an. Wenn Sie ein bestimmtes Angebot einplanen, stimmen Sie den Termin am besten vorab mit dem jeweiligen Weingut ab. Beim Wein- und Sektgut Dr. Gänz können Besucherinnen und Besucher Weine und Sekte aus eigener Produktion genießen und an einer Land-Rover-Tour oder einer Weinsafari rund um Guldental teilnehmen. Auch die anerkannte Qualitätsarbeit beim Pfropfen von Reben gehört zur Weinbaugeschichte des Ortes.

Streuobstwiesen und Obstsorten

Guldentals Streuobstwiesen erfüllen eine Biotopfunktion und bilden zugleich eine Sammlung verschiedener Obstsorten. Auf den Wiesen verteilen sich rund 500 Obstsortenstandorte. Dazu zählen Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Walnüsse, Mandeln und Wildobst. Die Vielfalt reicht damit über die Weinreben hinaus und umfasst zahlreiche unterschiedliche Obstarten.

Die BUND-Gruppe kann Führungen zu den Obstsorten in Guldentals Streuobstwiesen anbieten. Prüfen Sie die Termine vor Ihrem Besuch, wenn Sie eine solche Führung einplanen möchten.

Historische Spuren in Heddesheim und Waldhilbersheim

Heddesheim ist bereits 1163 in Aufzeichnungen dokumentiert. Der Name Waldhilbersheim erscheint um 1200 ebenfalls in Aufzeichnungen. Auch die Biografien zweier Persönlichkeiten sind mit Heddesheim verbunden: Michael Elias von Obentraut wurde dort geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend dort. Gustav Pfarrius kam ebenfalls in Heddesheim zur Welt und wirkte am ersten gedruckten Führer zur Nahelandschaft mit.

Museumsfahrt und Blick über Guldental

Vom Gelände des Campingparks Lindelgrund ist das Feldbahnmuseum Guldental in fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Die Museumsroute bietet Ausblicke Richtung Soonwald und Taunus, eine Fahrt durch Weinberge und einen Blick auf einen alten Steinbruch. Die Sonnenberghütte steht ebenfalls in den Weinbergen und bietet Ausblicke über Guldental. Damit zeigen sich auf der Museumsroute und an der Hütte unterschiedliche Ansichten der Landschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Dalberg, Waldböckelheim, Bruschied, Entenpfuhl, Schöneberg, Gutenberg, Feilbingert, Hochstetten-Dhaun.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Kreuznach.

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