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Dalberg liegt am südlichen Rand des Naturparks Soonwald, in der von Wäldern, Wiesen und Weinbergen geprägten Gräfenbachtal-Region. Für einen Aufenthalt zeichnen sich besonders zwei Themen ab: die Geschichte der Dalburg und der St.-Leonhards-Kapelle sowie Wander- und Radrouten mit Bezug zu Dalberg. So können Sie Ihre Reise stärker an historischen Themen oder an Bewegung im Freien ausrichten.

Dalburg: Baugeschichte und gemeinsames Wohnen

Dalburg wurde um 1150 von Godebold von Weyersbach erbaut. Sie war eine Ganerbenburg: Mehrere Familien derselben Linie lebten dort gleichzeitig. Der Begriff bezeichnet hier also eine Burg, die von Angehörigen eines Geschlechts gemeinsam bewohnt wurde.

Auch der spätere Verfall hat eine eigene Geschichte. Dalburg wurde nicht durch Krieg zerstört, sondern im 19. Jahrhundert als Steinbruch genutzt und verfiel danach. Für die zeitliche Einordnung sind daher sowohl die Bauzeit um 1150 als auch die spätere Nutzung als Steinbruch wichtig.

Die St.-Leonhards-Kapelle und ihre Wandmalereien

Die St.-Leonhards-Kapelle entstand um 1485, wahrscheinlich als Stiftung Johann von Dalbergs, und ist dem heiligen Leonhard geweiht. Ihre Wandmalereien im Chor wurden Anfang des 19. Jahrhunderts freigelegt und stammen aus der Bauzeit der Kapelle. Eine Darstellung zeigt die Madonna, die mit dem Christuskind auf einer Mondsichel steht. Weitere Bilder zeigen den heiligen Leonhard mit Gefangenen und mit einem Modell einer Kirche.

Damit treten neben die Baugeschichte konkrete Bildmotive. Bei der Burg steht die gemeinsame Nutzung durch mehrere Familien im Mittelpunkt; in der Kapelle geben die Malereien religiöse Darstellungen als weiteres historisches Thema. Wenn Sie sich für Kunstgeschichte interessieren, bietet diese Verbindung einen anderen Zugang zur Vergangenheit Dalbergs als die Geschichte des Burgenbaus und des späteren Steinbruchbetriebs.

Wandern: Rundweg und längere Routen

Der Panoramaweg umrundet die beiden Gemeinden Spabrücken und Dalberg. Beginnen Sie an der Kirche in Dalberg, bietet sich nach etwa 600 Metern ein Panorama; weiter führt der Weg zur Dalburg für eine Rast. Die Entfernung von ungefähr 600 Metern bezieht sich auf den Panoramapunkt, nicht auf die gesamte Runde.

Auch zwei weitere Wanderwege führen durch die Gegend: Der etwa 85 Kilometer lange Mosel-Nahe-Wanderweg verläuft auf dem Weg nach Bad Kreuznach durch Dalberg. Ein Abschnitt des Nahehöhenwegs zwischen Bad Sobernheim und Spabrücken führt durch Dalberg und Dalburg. Für Ihre Planung ergeben sich damit unterschiedliche Anhaltspunkte: der Panoramaweg umrundet zwei Gemeinden, während die anderen Routen Dalberg in eine Verbindung zwischen weiter auseinanderliegenden Orten einordnen.

Radfahren, Anreise und Einkehr

Der Kleinbahn-Radrundweg verläuft hauptsächlich auf befestigten landwirtschaftlichen Wegen; kürzere Abschnitte führen über Kreis- und Landesstraßen. Dieser Wechsel der Wegtypen ist ein nützlicher Punkt für die Planung einer Radtour. In Dalberg führen die L239 und die K40 durch den Ort. Die A61 ist etwa 10 Kilometer, die B41 etwa 8 Kilometer auf der Straße entfernt. Da sich die Entfernungen mit der Routenführung ändern können, prüfen Sie die Strecke vor der Abfahrt.

Das Gasthaus St. Hubertus liegt an der L239, die das Nahetal mit dem Soonwald verbindet; gegenüber befindet sich ein Parkplatz. Am Fuß der Dalburg bietet das Gasthaus traditionelle deutsche Küche in rustikalem Ambiente. Da sich Betriebsdetails ändern können, prüfen Sie vor einem geplanten Besuch die aktuellen Angaben.

Weitere Reiseziele entdecken: Hochstetten-Dhaun, Altenbamberg, Burgsponheim, Warmsroth, Bad Münster Am Stein-Ebernburg, Nußbaum, Simmertal, Volxheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Kreuznach.

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