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Hundsbach erschließt sich über mehrere historische Spuren: Die Kirchengeschichte beginnt mit einer ersten Kirche im Jahr 980, der jüdische Friedhof „Am Judenkirchhof“ liegt östlich des Ortes, und eine alte Römerstraße führte vom Rheintal in Richtung Metz. Diese Themen setzen unterschiedliche Maßstäbe – von der Entwicklung einer Gemeinde über einen genau benannten Friedhof bis zu einer historischen Verbindung zwischen Regionen. Für die Auswahl einer Unterkunft bietet das eine Orientierung, wenn Sie Kulturgeschichte in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

Kirche: Geschichte, Bau und Ausstattung

Die erste Kirche in Hundsbach wurde 980 von Erzbischof Willigis von Mainz errichtet. Bis zur Reformation verwaltete das Benediktinerkloster auf dem Disibodenberg die Hundsbacher Kirche. Zu ihrer Geschichte gehören damit nicht nur einzelne Baujahre, sondern auch eine lange kirchliche Verwaltungsgeschichte.

Ein Vertrag von 1744 erlaubte der lutherischen Gemeinde, die reformierte Kirche in Hundsbach zu nutzen. Im Dezember 1836 vereinigten sich die lutherische und die reformierte Gemeinde. Zunächst war also die gemeinsame Nutzung eines Kirchengebäudes vertraglich geregelt; später schlossen sich die beiden Gemeinden zusammen.

1867 ersetzte ein von Regierungsbaumeister Heinrich Krausch entworfener Neubau die alte Pfarrkirche von Hundsbach. Ebenfalls 1867 wurde die Orgel in der Kirche von den Gebrüdern Stumm gebaut; sie hat ein Manual und 13 Register. Eine kleine Glocke aus dem 14. Jahrhundert stammt aus dem Kloster Disibodenberg. Zusammen zeigen Bau, Orgel und Glocke unterschiedliche Kapitel der Kirchengeschichte.

Der jüdische Friedhof und seine Einordnung

Der jüdische Friedhof „Am Judenkirchhof“ liegt etwa einen Kilometer östlich von Hundsbach, auf einem Hügel neben der Straße von Kirn nach Meisenheim. Seine Lage verbindet eine Himmelsrichtung und eine Geländemarkierung mit einem konkreten Straßenbezug. Die Belegungszeit beginnt im 17. oder 18. Jahrhundert und reicht bis 1942. Der Beginn bleibt damit zwischen zwei Jahrhunderten eingeordnet, während 1942 das Ende des genannten Zeitraums markiert.

Römerstraße und heutige Tourenbezüge

Hundsbach liegt an einer alten Römerstraße, die vom Rheintal in Richtung Metz führte. Diese historische Straßenlinie gibt der Ortsgeschichte einen größeren geografischen Rahmen. Davon zu unterscheiden ist die Routenangabe zur Kirner Entdecker-Tour: Sie setzt sich über die Schinderhannes-Glan-Tour in Richtung Hundsbach fort. Wenn Sie diese Tour einplanen, prüfen Sie die aktuellen Markierungen und Bedingungen vor Ort.

Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach

Im übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach kommen andere Bau- und Kulturgeschichten hinzu. Die Brückenhäuser in Bad Kreuznach wurden ab 1480 aus Platzmangel errichtet. Als Fachwerkgebäude stehen sie auf Pfeilern der alten Nahebrücke, die um 1300 erbaut wurde. So treffen bei diesem Bauwerk zwei Zeitangaben aufeinander: die ältere Brücke und die später auf ihren Pfeilern errichteten Häuser.

Seit 1985/86 befinden sich die Museen der Stadt Bad Kreuznach im denkmalgeschützten ehemaligen Rittergut Bangert, das in einem historischen Park liegt. In Bretzenheim befindet sich zudem die Felseneremitage, eine vollständig in den Fels eingehauene Kultstätte. Sie entstand vermutlich bereits in der Vorzeit und wurde in frühchristlicher Zeit umgewidmet. Die Felseneremitage kann ganzjährig von außen und ohne Führung besichtigt werden; der Eintritt in die Felsenwohnung ist derzeit wegen eines Felssturzes nicht möglich.

Richten Sie Ihre Suche nach Ferienwohnungen anschließend an dem Ort aus, dessen Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Weitere Reiseziele entdecken: Hochstetten-Dhaun, Nußbaum, Staudernheim, Bockenau, Rüdesheim, Meckenbach, Roxheim, Volxheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Kreuznach.

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