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In Kinderbeuern treffen eine weit zurückreichende Ortsgeschichte und eine Landschaft aus Wald und Wiesentälern aufeinander. Das Siedlungsbild ist bis heute von verstreuten Bereichen geprägt, die im späten 19. Jahrhundert allmählich zusammenwuchsen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kinderbeuern 1296. Ein besonders anschaulicher Blick in die Baugeschichte führt in den Ortsteil Hetzhof.

Hetzhof: Hofgeschichte und Handwerk

Der historische Hof, auf den das heutige Gemeindehaus in Hetzhof zurückgeht, erscheint auf einer Karte von etwa 1690. Zur Hofanlage gehörte eine eingebaute Mühle, die vom nahe gelegenen Kammerbach angetrieben wurde. Scheune und Stall am Hof bewahren ihre ursprüngliche Fachwerkkonstruktion. Bei der Restaurierung wurde das Hetzhof-Haus nach den Vorgaben der Denkmalpflege in seinem ursprünglichen Zustand erhalten.

Das Gemeindehaus trägt den Namen „Aale Boahof“ und wurde am 14. April 1989 eingeweiht. Auch ein historischer Dorfbrunnen ist mit dem Hof verbunden: Er steht heute in seiner alten Form am nahe gelegenen Brunnenplatz. Mühle, Fachwerk und Brunnen erzählen von unterschiedlichen Seiten des Hoflebens, ohne dass sich die einzelnen Bauteile auf eine einzige Zeit reduzieren lassen.

Kirchliche Geschichte und historische Bauwerke

Die kirchliche Geschichte lässt sich anhand mehrerer Daten einordnen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts bauten Bewohner der Kinderbeuerner Höfe eine eigene Kapelle, weil der Weg zur Mutterkirche in Kröv lang und beschwerlich war. Ein Dekret vom 6. Juli 1789 begründete eine Pfarrei für Kinderbeuern und Hetzhof. Der Grundstein der heutigen Pfarrkirche wurde am 30. Mai 1869 gelegt. Die katholische Pfarrkirche und das zugehörige Pfarrhaus zählen zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Auch außerhalb der kirchlichen Baugeschichte finden sich datierte Zeugnisse: Das Wegekreuz an der L57 wurde 1748 errichtet, die Alfbachbrücke 1851 gebaut. Zusammen mit den Hetzhof-Gebäuden ergeben diese Bauwerke verschiedene historische Anknüpfungspunkte, von der Hofanlage bis zu Straßen- und Brückenbau.

Streuobstkultur, Tal und Wege

Kinderbeuern liegt im Alftal, einem Seitental der Mosel, am Fuß des Kondelwalds. Rund um den Ort verbinden sich Wälder, die sich zur Mosel hin erstrecken, mit Wiesentälern. Eine lokale Streuobstinitiative setzt sich für den Erhalt traditioneller Streuobstwiesen und die biologische Vielfalt ein. Mit der Streuobstkultur im Alftal verbunden sind Obst, Viez, naturtrüber Apfelsaft und Obstbrand.

Für Aktivitäten im Freien stehen unterschiedliche Arten der Fortbewegung im Mittelpunkt: Markierte Wanderwege bieten Möglichkeiten zum Wandern rund um Kinderbeuern. Ein breites Radwegenetz führt vom Ort in Richtung Wittlich und Mosel. Prüfen Sie vor einer Wanderung die örtliche Beschilderung und vor einer Radtour die aktuelle Routenführung. So lassen sich die beiden Angebote bei der Planung auseinanderhalten, ohne eine konkrete Route oder Geh- beziehungsweise Fahrzeit vorauszusetzen.

Wenn Sie ein Hotel suchen, helfen die klar unterscheidbaren Schwerpunkte bei der Einordnung des Reiseziels: Hetzhof und die kirchlichen Bauwerke stehen für die Ortsgeschichte, während Streuobstkultur und Wege den Blick auf Landschaft und regionale Tradition richten. Welche dieser Themen für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen, können Sie so bereits bei der Wahl des Reiseziels abwägen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kröv-Bausendorf.

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