Filz liegt auf einem Plateau in rund 460 Metern Höhe; der Blick reicht weit über die Eifel. Wanderwege, Radangebote und Dorfgeschichte setzen unterschiedliche Akzente und geben Ihrer Reise verschiedene mögliche Schwerpunkte.
Wandern und Radfahren rund um Filz
Filz gilt als Ausgangspunkt für nahegelegene Eifel-Wanderrouten wie den Eifelsteig und die Traumpfade. Der Enderttal Traumsteig liegt ebenfalls nahe Filz: Er beginnt in Ulmen, führt durch den Bereich Auderath und erreicht Cochem nach rund 20 Kilometern. So stehen nahe Wanderwege neben einer konkret beschriebenen Strecke mit Start, Verlauf und Ziel.
Bei den Radangeboten lohnt sich die Unterscheidung zwischen einer Route und einem größeren Wegenetz. Die Vulkan-Rad-Route verläuft nahe Filz und ist 77 Kilometer lang. Filz liegt außerdem im Gebiet des Vulkanbike Trailparks, dessen ausgeschildertes Wegenetz rund 750 Kilometer umfasst. Die erste Zahl beschreibt eine einzelne Route, die zweite das Netz des Trailparks.
Ortsgeschichte und kleine Denkmale
Filzer Platt war bis in die 1970er Jahre die Muttersprache der in Filz geborenen Einwohner und wurde fast ausschließlich im Familien- und Dorfleben gesprochen. Sprachgeschichtlich gehört der Dialekt zur moselfränkischen Gruppe. Seine historische Verwendung im Alltag und seine sprachliche Einordnung sind zwei unterschiedliche Aspekte dieser Ortsgeschichte.
Die Filzer Kapelle ist erstmals 1569 dokumentiert; der heutige Bau stammt aus der Zeit um 1730. Der Hochaltar ist mit dem heiligen Nikolaus verbunden. Zur Ausstattung gehören außerdem Figuren der heiligen Katharina, der heiligen Barbara, der Schmerzensmutter und des heiligen Dominikus. In und um Filz stehen drei Heiligenhäuschen und ein Bildstock. Die Erbauer oder ihre Nachkommen halten sie instand.
Bräuche und besondere Anlässe
Das Backhaus wird heute nur zu besonderen Backfesten angeheizt. Wenn Sie einen Besuch mit einem solchen Anlass verbinden möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine. Auch das Aufstellen des Maibaums wird in Filz weiterhin gepflegt; bei einer gezielten Reise lohnt es sich, die aktuelle Praxis zu erfragen.
Hillisch ist ein Filzer Hochzeitsbrauch, bei dem unverheiratete junge Männer die Braut verabschieden. Die heutige Praxis sollten Sie vor einer Reise prüfen. Die Schutzhütte wird hauptsächlich für das jährlich am ersten Augustwochenende stattfindende Hinnig-Hüttenfest genutzt. Gäste von außerhalb Filz können die Hütte über den Bürgermeister mieten. Klären Sie den aktuellen Festtermin und die Mietmöglichkeit vorab.
Ein Natur- und Geologieakzent in Cochem-Zell
Für den Blick über Filz hinaus: Im größeren Reiseziel Cochem-Zell steht der Jungferweiher gemeinsam mit dem Ulmener Maar unter Schutz. Der Jungferweiher ist für seinen Reichtum an Zugvögeln bekannt und ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten. Besonders während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst wird eine etwa drei Kilometer lange Runde um den Weiher empfohlen.
Der Ulmener Maar-Stollen verbindet Jungferweiher und Ulmener Maar durch einen rund 120 Meter langen Durchgang, in dem sich Erdgeschichte erleben lässt. Die Runde und der Stollen bieten unterschiedliche Formate: einen empfohlenen Rundweg und eine geologische Passage. Der Stollen ist barrierearm und kostenlos zugänglich; an der engsten Stelle ist er nur 70 Zentimeter breit. Prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor Ihrer Reise.
Anreise
Filz hat eine gute Verkehrsanbindung an die A 48, die etwa sechs Kilometer entfernt liegt.
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