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Merl vereint Weinbau, historische Architektur und Wege in die Höhenlagen. Für Ihre Zielwahl ist vor allem die Vielfalt der Themen aufschlussreich: Der Pissamann-Rundwanderweg Zell-Merl führt durch Weinberge und Wälder hinauf auf 410 m, während der Pissamann-Weinlehrpfad im Stadtteil Merl mit 15 Tafeln die Arbeit im Weinberg und verschiedene Rebsorten behandelt. Dazu kommen die Geschichte des ehemaligen Minoritenklosters und die Weintradition des Ortes. So lässt sich Merl nach Landschaft, Kultur oder Weininteresse einordnen.

Weinbau und Landschaft

Der Rundwanderweg bietet Ausblicke über das Zellerland sowie über die Höhen von Hunsrück und Eifel. Der Lehrpfad setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine 15 Tafeln vermitteln Informationen zu den Arbeiten im Weinberg und zu den Rebsorten. Damit stehen zwei unterschiedliche Zugänge zum Thema Wein zur Wahl – die Landschaftsperspektive auf dem Rundwanderweg und die inhaltliche Beschäftigung mit dem Weinbau auf dem Lehrpfad.

Auch die Lage gibt Merl ein eigenes landschaftliches Profil: Der Ort liegt am Eingang des weit in den Hunsrück hinaufführenden Merler Bachtals. Wer bei der Ortswahl neben Kultur und Wein auch eine Verbindung zu den Höhenlagen sucht, findet im Rundwanderweg durch Weinberge und Wälder einen konkreten Anknüpfungspunkt.

Klostergeschichte und historische Bauwerke

Die Pfarrkirche St. Michael in Zell-Merl gehörte einst zu einem Minoritenkloster, dessen Bau wohl auf das Ende des 13. Jahrhunderts datiert wird. Im ehemaligen Kloster ist der Dachstuhl des Merler Dormitoriums durch vier Holzproben auf 1293/94 datiert. Der ungefähre Zeitraum für den Klosterbau und die Datierung des Dachstuhls geben zwei unterschiedliche zeitliche Anhaltspunkte für die Geschichte des Ortes.

In der Kirche ist der um 1520 entstandene Antwerpener Schnitzaltar sehenswert. Zur historischen Bebauung in der Zandtstraße gehören erhaltene Wohnhäuser und mittelalterliche Wohntürme alter Adelsfamilien. Dazu zählt der auf 1328 datierte Wohnturm in der Zandtstraße 70, der wohl dem Edelknecht Friedrich Mohr vom Wald gehörte. Der gut erhaltene Zandthof war Stammsitz und Burghaus der Familie von Zandt. Auf dem Friedhof von Merl erhebt sich ein romanischer Chorturm, der noch von der alten Pfarrkirche des Ortes stammt.

Weintradition und Verkostung

Der sogenannte „Merl-Riesling“ wird der Überlieferung nach mit dem Anbau der Rieslingrebe in Merl im 17. Jahrhundert und ihrer Verbreitung von dort an Mosel und Rhein in Verbindung gebracht. Auch das Merler Weinfest hat einen festen Platz im Jahreslauf des Stadtteils und gilt seit jeher als Höhepunkt. Wenn Sie das Fest in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungstermine.

Im Weingut Ernst Steffens in Zell-Merl werden Weinproben auch auf Englisch angeboten. Im Mittelpunkt stehen Rieslingweine aus traditionellen Steillagen sowie verschiedene Jahrgänge der Rebsorten Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Bacchus, Grauburgunder und Dornfelder. Zum Erlebnis gehört ein Blick hinter die Kulissen beziehungsweise ein Rundgang durch den Gewölbekeller; außerdem stellt ein Film die Arbeiten im Winzerjahr vor. Die Weinproben finden dienstags oder auf Anfrage statt. Planen Sie die Verkostung daher für einen Dienstag oder fragen Sie an.

Besuch planen

Der Kirchturm in Zell-Merl kann nur von außen besichtigt werden; planen Sie eine Besichtigung entsprechend ein und prüfen Sie die Zugänglichkeit vor Ihrem Besuch. Für die Anreise von Bullay zur Pfarrkirche St. Michael in Zell-Merl ist die Buslinie 750 vorgesehen. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Liesenich, Peterswald-Löffelscheid, Reidenhausen, Altlay, Haserich, Alf, Sankt Aldegund, Pünderich

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