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Felsenwald, römische Villa, Burg und klassizistische Kirche setzen in Bollendorf unterschiedliche Akzente. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie zunächst entscheiden, ob die Landschaft oder die Bau- und Kulturgeschichte Ihre Auswahl prägen soll. Neben den Sandsteinformationen stehen dabei Bauwerke und Spuren aus verschiedenen Epochen im Mittelpunkt.

Felsenwald und Wanderangebote

Die Grüne-Hölle-Tour führt über schmale Pfade durch den Bollendorfer Felsenwald und vorbei an bizarren Sandsteinfelsformationen. Der Bollendorfer Märchenpfad ist eine Märchenwanderung durch den felsigen Wald von Bollendorf. Im Vergleich setzt die Grüne-Hölle-Tour einen konkreten Akzent auf Pfade und Sandstein; beim Märchenpfad steht die Märchenwanderung im Mittelpunkt. Wenn Sie den Märchenpfad einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Routenangaben.

Die Bollendorfer Audio-Tour-App bietet die Audio-Touren „Grüne Hölle“ und „Manfreds Felsentour“. Prüfen Sie vor der Reise, ob die App verfügbar ist. Die beiden Touren sind eine weitere Möglichkeit, sich mit Bollendorfer Themen zu beschäftigen; sie ergänzen die Wanderangebote um eine Audio-Komponente.

Römische Spuren an der Villa Bollendorf

Die Römische Villa Bollendorf war vom 2. bis zum Ende des 4. Jahrhunderts bewohnt. An der Villa sind noch Überreste der Fußbodenheizung, des Hypokaustums, erkennbar. Auf der dem Tal zugewandten Eingangsseite lag eine Säulenhalle zwischen zwei Ecktürmen. Westlich der Säulenhalle wurde später ein Badebereich mit Heißbaderaum (Caldarium), Warmbad (Tepidarium) und Kaltbad (Frigidarium) angebaut. Die unterschiedlichen Räume und Bauteile geben dem römischen Wohnort eine konkrete architektonische Gestalt. 1997 wurde über der Villa durch die Initiative des Eifelvereins Bollendorf ein moderner Schutzbau errichtet.

Burg und Kirche: unterschiedliche Bauphasen

Burg Bollendorf erhielt ihr heutiges Aussehen im Barock, als Abt Gregorius Schouppe sie im 18. Jahrhundert umfassend umbauen ließ. Von der mittelalterlichen Vorgängeranlage sind die Ringmauer und Reste des Turms erhalten. Diese Vorgängeranlage soll auf römischen Überresten errichtet worden sein. Damit stehen an der Burg ein barocker Umbau und erhaltene Teile einer mittelalterlichen Anlage nebeneinander, während die Deutung ihres Ursprungs auf römischen Überresten unsicher bleibt.

Die Pfarrkirche St. Michael in Bollendorf wurde 1838/39 nach Plänen des damaligen Trierer Stadtbaumeisters Johann Georg Wolff erbaut. Sie ist ein klassizistischer Saalbau mit Säulenaltar und angebautem Turm. Im Vergleich zur barock geprägten Burg verweist die Kirche auf eine andere Bauphase: Die Jahresangaben unterscheiden den umfassenden Umbau der Burg im 18. Jahrhundert von der Errichtung der Kirche im 19. Jahrhundert.

Weitere Themen im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm stehen weitere Kultur- und Wissensangebote zur Auswahl. Zum Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf gehört ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebietes. Bei einstündigen Führungen im Stollen lernen Besucher den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik kennen. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Saisoninformationen zu den Führungen.

Das Devonium in Waxweiler vermittelt spielerisch komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben. Das Westwallmuseum ist in drei begehbaren Geschossen eines Bunkers eingerichtet und zeigt in unterirdischen Gängen und Räumen eine militärhistorische Ausstellung. Die rund 700 Jahre alte Wasserburg Rittersdorf ist seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten und vermittelt ein eindrucksvolles Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissance-Wohnkultur. In der Burg gibt es ein privat geführtes Restaurant mit feiner Landküche; prüfen Sie vor einer geplanten Einkehr, ob es aktuell betrieben wird.

Weitere Reiseziele entdecken: Holsthum, Ernzen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Irrel.

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