Ernzen liegt an der Südseite des Ferschweiler Plateaus. Der Felsenweiher am Rand des Ortes verbindet eine Quelllandschaft mit einer gestalteten Anlage; am Messeweg kommen Spuren römischer Besiedlung hinzu. Wer die Themen der Reise auswählt, kann zwischen Naturformen, Geschichte, Erdgeschichte und einer Wanderverbindung unterscheiden, statt sie zu einer einzigen Sehenswürdigkeit zusammenzufassen.
Felsenweiher: Fels, Wasser und gestaltete Anlage
Der Felsenweiher liegt am Eingang des Gutenbachtals, am Rand von Ernzen. Der von einer Quelle gespeiste Weiher ist von Felswänden, Nischen und Höhlen umgeben. Terrassen und Becken, Treppen und Brücken strukturieren das Gelände. So treffen natürliche Sandsteinformen und gestaltete Übergänge aufeinander. Beim Erkunden fällt der Blick damit nicht nur auf das Wasser, sondern auch auf die verschiedenen Ebenen und Felsräume, die den Weiher umgeben.
Seine Entstehung als Weiherkomplex geht auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Pastor Philipp Meyer ließ natürliche Sandsteingrotten und Hohlräume umgestalten. Vorhandene Felsformen wurden so Teil einer gestalteten Anlage. Die Kulisse des Felsenweihers wird auch für Konzerte und andere Kulturveranstaltungen genutzt. Wenn Sie Ihren Besuch mit einer Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie die konkreten Termine.
Römische Spuren am Messeweg
Am Messeweg in Ernzen gibt es Hinweise auf eine römische Siedlung. Dazu gehören Überreste eines römischen Heiligtums, die 1965 entdeckt wurden. Damit kommen in Ernzen unterschiedliche historische Perspektiven zusammen: die Gestaltung des Felsenweihers im 19. Jahrhundert und die archäologischen Spuren römischer Besiedlung. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, kann diese Zeugnisse als eigenen Schwerpunkt in die Reiseplanung aufnehmen.
Erdgeschichte im Dinosaurierpark
Der Dinosaurierpark Teufelsschlucht richtet den Blick auf die Geschichte des Lebens in einem anderen Maßstab. Mehr als 180 lebensgroße Rekonstruktionen zeigen überwiegend ausgestorbene Arten; die dargestellte Zeitspanne reicht über mehr als 600 Millionen Jahre. Eine knapp zwei Kilometer lange Rundroute folgt der Geschichte des Lebens von den ersten Landtieren bis zum modernen Menschen. Die Rundroute verknüpft die Rekonstruktionen mit einer zeitlichen Entwicklung, statt einzelne Modelle für sich stehen zu lassen.
Im PaleoLab erhalten Besucher außerdem Informationen über aktuelle Ausgrabungen und Forschungsprojekte. So geht es dort neben der Darstellung früherer Lebensformen auch um laufende Forschungsfragen. Das ergänzt den Blick auf die Rekonstruktionen um Einblicke in Ausgrabungen und Forschung.
Wanderverbindung und Anreise
Für Wanderinteressierte verbindet sich der Teufelsschlucht-Wanderweg über eine Hängebrücke mit den Irreler Wasserfällen und den Prüm-Stromschnellen. Das ist eine andere Art, die benannten Ziele zu kombinieren als die fast zwei Kilometer lange Rundroute im Dinosaurierpark: Die eine führt thematisch durch die Geschichte des Lebens, der andere stellt eine Verbindung zwischen Wasserfällen, Stromschnellen und Hängebrücke her.
Für Felsenweg 6 ist die Anreise gesondert zu planen: Eine direkte Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht nicht. Autofahrer können den Parkplatz Felsenweiher an der Flurstraße in Ernzen nutzen. Da sich Verkehrsbedingungen ändern können, prüfen Sie Ihre Verbindung vor der Reise. Der Felsenweiher selbst ist frei und jederzeit zugänglich.
Weitere Reiseziele entdecken: Holsthum, Bollendorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Irrel.