Neuheilenbach lässt sich über konkrete historische und technische Bezugspunkte entdecken: Die Ortsgründung wird auf etwa 1828 datiert; zu den markanten Bauwerken zählen die Marien-Kapelle, barocke Schaftkreuze und ein Wetterradarturm, der aus mehreren Kilometern sichtbar ist.
Von der Ortsgründung bis zu den römischen Gräbern
Neuheilenbach wurde um 1828 von Auswanderungswilligen aus Heilenbach gegründet, die vor Ort „Brasilianer“ genannt wurden. Unter seinem heutigen Namen ist der Ort erstmals 1831 erwähnt. Die zwei Daten markieren also Unterschiedliches: den Zeitpunkt der Gründung und die spätere erste Erwähnung unter dem aktuellen Namen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts prägte die Sandsteingewinnung die örtliche Wirtschaftsstruktur wesentlich.
Römische Brandbestattungen nahe Neuheilenbach verweisen auf frühe Besiedlung in der Gegend. Ein Brandgräberfeld nordöstlich von Neuheilenbach ist für 1923 mit 20 Steinkistengräbern überliefert. Die berichteten Gräber wurden bei späteren Arbeiten zerstört. Damit stehen in der Ortsgeschichte sowohl die frühe Besiedlung als auch die späteren wirtschaftlichen Entwicklungen im Blick, während die genauen Jahresangaben die Gründung und die erste Erwähnung unter dem heutigen Namen voneinander unterscheiden.
Kapelle und Schaftkreuze
Die Marien-Kapelle wurde 1964 erbaut und ist dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht. Die heutige Filialkirche wurde 1967 eingeweiht. An der Bergstraße steht ein reich skulpturiertes barockes Schaftkreuz aus dem Jahr 1772. Ein barockes Schaftkreuz nahe Hauptstraße 3 stammt aus dem 18. Jahrhundert. So reichen die religiösen Bezugspunkte zeitlich von den Kreuzen des 18. Jahrhunderts bis zu den kirchlichen Daten der 1960er-Jahre.
Wetterradar und Wegeplanung
Die Wetterradarstation wurde 1998 errichtet und ist eine von 17 Radarstationen bundesweit. Der 32 Meter hohe Turm ist aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar. Ein Wanderweg verläuft oberhalb von Neuheilenbach zwischen Neuheilenbach und Neidenbach. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen. Eine E-Bike-Ladestation befindet sich an der Hauptstraße 7 neben dem kleinen Gemeindeplatz; klären Sie vor Reiseantritt, ob sie in Betrieb ist.
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