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Tal, Wald und Ortsgeschichte

Seffern liegt im Tal der Nims und des Balesfelderbachs. Die Gemarkung umfasst 492 Hektar; etwa 270 Hektar davon sind bewaldet, also mehr als die Hälfte. Sie reicht von 360 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel. Flusstäler und Wald geben der Landschaft ihren Rahmen. Daneben erschließt sich die Ortsgeschichte über archäologische Spuren, frühe Namensbelege und Bauwerke aus verschiedenen Zeiten.

Römische Spuren und Prümer Geschichte

Bei den Berghöfen wurden 1951 Spuren eines römischen Gutshofs gefunden, der ungefähr auf die Zeit von 200 bis 375 n. Chr. datiert wird. Seffern wurde 777 erstmals indirekt erwähnt; 893 erscheint der Name „Seferne“. Über mehr als 1.000 Jahre bis zur französischen Zeit gehörte Seffern zu den Prümer Territorialherren. Zugleich war der Ort Verwaltungszentrum der Schultheißerei der Reichsabtei Prüm. Fund, Ortsname und Verwaltungsfunktion setzen unterschiedliche historische Zeitmarken: von der römischen Besiedlung über die frühen Erwähnungen bis zu Sefferns Rolle im Prümer Herrschaftsgebiet.

Pfarrkirche St. Laurentius

Die Baugeschichte der Pfarrkirche St. Laurentius reicht über mehrere Phasen. Eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert mit einem Turm aus dem 11. Jahrhundert wurde 1852/54 durch einen neoromanischen Neubau ersetzt. Entworfen wurde dieser von Peter Josef Julius Wolff, Bitburger Kreisbaumeister. Aus der ersten Bauphase der Kirche sind das ursprüngliche Gestühl, der Taufstein und die Empore erhalten. Im Chor befindet sich ein Wandbild von Diernhöfer aus dem Jahr 1957. Es zeigt Christus als Spender der eucharistischen Gaben. Bau, erhaltene Ausstattung und Wandbild eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Kirchengebäudes.

Nimsbrücke und Kreuzweg

Auch die Nimsbrücke hält mehrere historische Details bereit. Die dreibogige Sandsteinbrücke hat ein in die Brüstung eingelassenes Wegekreuz; in ihrer Mitte steht eine steinerne Figur des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk. Sie gilt als eine der wenigen erhaltenen Barockbrücken in Rheinland-Pfalz. So begegnen sich an einem Bauwerk die Brückenkonstruktion und religiöse Zeichen.

Der barocke Kreuzweg mit Kreuzwegkapelle führt von Seffern nach Sefferweich und stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Kreuzweg und Kapelle sind als einzelnes Kulturdenkmal gemäß § 8 des Denkmalschutzgesetzes Rheinland-Pfalz geschützt. Die Bitburger LandGang-Kreuzweg-Schleife greift den Bezug zwischen Kulturerbe und Landschaft auf: Zu ihr gehören Kreuze aus regional gebrochenem Sandstein. Nahe der Schlusskapelle bietet sich ein Panoramablick über das Nimstal; der Rückweg führt durch Wald entlang der Nims. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Abschnitte der Strecke vergleichen: der weite Blick an der erhöhten Kapelle und der bewaldete Verlauf am Fluss. Sie können die Schleife an der Kirche in Seffern oder in Sefferweich beginnen; prüfen Sie die Startmöglichkeit vor Ihrer Tour vor Ort.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.

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