Für die Planung in Weilerbach lohnt es sich, historische Orte und Wanderwege als unterschiedliche Bausteine zu betrachten. Schloss Weilerbach und die Eisenhütte erzählen von der Geschichte des Ortes; das Diana-Denkmal bewahrt Teile eines römischen Reliefs. Auch die Wanderwege unterscheiden sich klar: Ein Rundweg beginnt und endet am Schloss und führt ins Felsgelände, ein anderer verläuft als Uferwanderweg.
Schloss, Eisenhütte und Remise
Schloss Weilerbach wurde 1780 vom letzten Echternacher Abt Emanuel Limpach errichtet. Es diente als Verwaltungssitz der Eisenhütte und als Sommerhaus des Abtes. Die Eisenhütte am Weilerbach entstand bereits von 1777 bis 1779; der Schlossbau folgte 1780. Im Museumscafé Remise bei Schloss Weilerbach werden Öfen, Takenplatten und landwirtschaftliche Geräte aus der Produktion der Eisenhütte Weilerbach ausgestellt. Das Café ist saisonal geöffnet; prüfen Sie deshalb die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch. Die ausgestellten Gegenstände geben einen konkreten Einblick in die Erzeugnisse der Eisenhütte.
Diana-Denkmal und Niederburg
Das Diana-Denkmal befindet sich am Waldrand unterhalb des Südwalls der Niederburg und hinter der Ferienhaussiedlung Weilerbach. Erhalten sind der Sockel und der untere Teil eines römischen Reliefs aus dem 2. Jahrhundert. Das Denkmal ist bis einschließlich 31. Dezember 2035 jederzeit frei zugänglich. Nördlich von Schloss Weilerbach liegt auf einem Bergsporn die Niederburg. Sie ist ein Befestigungswall, der möglicherweise frühmittelalterlich ist.
Felsenlandschaft oder Uferwanderweg
Der Rundwanderweg des Naturparks Südeifel Nr. 57 „Bollendorf–Weilerbach“ beginnt und endet am Schloss Weilerbach. Am Teufelsloch führt er in die Felsenlandschaft. Der Rundweg Bollendorf–Weilerbach–Bollendorf verläuft dagegen als Uferwanderweg auf deutscher und luxemburgischer Seite. So unterscheiden sich die Wegbeschreibungen vor allem durch ihren Schwerpunkt: Nr. 57 ist am Schloss verankert und führt ins Felsgelände; die zweite Route folgt dem Ufer auf beiden Seiten der Grenze. Die Wegführung des Naturparkwegs kann sich bei einer Umleitung ändern; prüfen Sie deshalb vor der Wanderung den aktuellen Verlauf.
Weitere Kultur- und Naturthemen im übergeordneten Reiseziel Bollendorf
Im übergeordneten Reiseziel Bollendorf erhielt die Burg Bollendorf ihr heutiges Aussehen im Barock, als Abt Gregorius Schouppe sie im 18. Jahrhundert umfassend umbauen ließ. Von der mittelalterlichen Vorgängeranlage, die auf römischen Überresten errichtet worden sein soll, sind die Ringmauer und Reste des Turms erhalten. Die Römische Villa Bollendorf war vom 2. bis zum Ende des 4. Jahrhunderts bewohnt. An ihr sind noch Reste der Fußbodenheizung, des Hypokaustums, erkennbar. Auf der dem Tal zugewandten Eingangsseite lag eine Säulenhalle zwischen zwei Ecktürmen; westlich davon wurde später ein Badebereich mit Heißbaderaum (Caldarium), Warmbad (Tepidarium) und Kaltbad (Frigidarium) angebaut. Über der Villa wurde 1997 durch die Initiative des Eifelvereins Bollendorf ein moderner Schutzbau errichtet.
Auch die Wanderangebote in Bollendorf haben eigene Schwerpunkte: Die Grüne-Hölle-Tour führt über schmale Pfade durch den Bollendorfer Felsenwald und an bizarren Sandsteinformationen vorbei. Der Bollendorfer Märchenpfad ist eine Märchenwanderung durch den felsigen Wald. Für Audio-Touren bietet die Bollendorfer Audio-Tour-App „Grüne Hölle“ und „Manfreds Felsentour“; prüfen Sie die Verfügbarkeit der App vor Ihrer Reise.
Weitere Reiseziele entdecken: Wolsfeld, Mützenich, Schlausenbach, Giesdorf, Bitburg, Seiwerath, Irrhausen, Niederpierscheid
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.