Kirchen, Herrenhaus und zwei Denkmalwege setzen in Wolsfeld unterschiedliche Akzente: Die Alte Hubertuskirche ist seit dem 15. Jahrhundert Wallfahrtskirche, die Neue Hubertuskirche entstand 1926. Der Ort liegt im Nimstal, in waldreicher Umgebung und im Naturpark Südeifel. Für einen Aufenthalt stehen damit zwei Blickwinkel im Mittelpunkt: die Baugeschichte Wolsfelds und Spaziergänge mit deutlich unterschiedlichen Streckenlängen.
Kirchen mit verschiedenen Bauzeiten
Die Alte Hubertuskirche vereint mehrere historische Zeitmarken. Sie ist seit dem 15. Jahrhundert Wallfahrtskirche und besitzt einen romanischen Chorturm sowie einen zweischiffigen Hallenbau aus der Zeit um 1500. Im Inneren befindet sich ein polychromer Steinaltar der Spätrenaissance, der auf 1620 datiert und dem Kreis des Trierer Bildhauers Hans Ruprecht Hoffmann zugeordnet wird. Zweischiffig bedeutet: Der Hallenbau hat zwei Schiffe.
Einen späteren Kontrast bildet die Neue Hubertuskirche: Der Hallenbau von 1926 ist in nachklassizistischen Formen gehalten. Der Vergleich der beiden Kirchen spannt einen zeitlichen Bogen von älteren Bau- und Ausstattungsformen bis zu einem Kirchenbau des 20. Jahrhunderts.
Schloss, Ortskern und weitere Zeugnisse
Schloss Wolsfeld, auch Burg genannt, ist ein im 17. Jahrhundert für die Herren von Enschringen errichtetes Herrenhaus. Sein Sturz ist auf 1664 datiert. Mehr als 50 Dorferneuerungsmaßnahmen wurden vor allem im historischen Ortskern rund um das Schloss umgesetzt; mehrere Gebäude erhielten den Baukultur EIFEL-Preis. So richtet sich der Blick nicht nur auf ein einzelnes Bauwerk, sondern auch auf die Entwicklung des Ortskerns. In Wolsfelderberg stammen Hubertusbrunnen und Hubertuskreuz aus dem Jahr 1691.
Zwei Denkmalwege, unterschiedliche Strecken
Die Bitburger LandGang Denkmal Tour gilt als leicht. Sie ist 4,3 Kilometer lang, dauert ungefähr eine Stunde und beginnt und endet am Kirchenparkplatz in Wolsfeld. Von der Tour fällt der Blick in Richtung Wolsfelderberg. Außerdem lenkt sie den Blick auf die Herstellung von Eifelbränden und -likören und verbindet so das Thema Baukultur mit regionalen Erzeugnissen.
Der Baukultur EIFEL-Themenweg ist deutlich kürzer: Er gilt ebenfalls als leicht und misst 487 Meter. Sein Startpunkt liegt an der Europastraße bei der Kirche, das Ende an der Holsthumer Straße in Wolsfeld. Damit stehen zwei unterschiedliche Wegelängen zur Wahl: eine kurze Strecke zwischen zwei Straßenpunkten oder eine ungefähr einstündige Tour, die zum Kirchenparkplatz zurückführt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenangaben, da sich die Spezifikationen ändern können.
Die Denkmal Tour gilt als familiengeeignet. In Wolsfeld gibt es außerdem einen Spielplatz und eine Wiese mit Lamas und Alpakas. Da sich Besucherangebote ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch aktuelle Hinweise zu diesen Angeboten.
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