Waxweiler lässt sich aus mehreren Blickwinkeln entdecken: Wege und Aussichtspunkte öffnen den Blick ins Prümtal, der geschützte Ortskern bewahrt ein kleinstädtisches Straßenbild, und das Devonium widmet sich der Paläontologie. Für die Reiseplanung lohnt sich ein Vergleich der Wanderwege: Neben einer 3,3 Kilometer langen Runde steht mit dem Devon Trail eine deutlich längere Tour zur Wahl. Dazu kommen kulturelle Anlässe und das saisonabhängige Freibad.
Wanderwege und Ausblicke
Der Biotop- und Kanzelweg ist ein 3,3 Kilometer langer Rundwanderweg. Sie können ihn entweder am Parkplatz am Kanal oder am Haus des Gastes beginnen. Zu den Stationen zählen eine römische Villa, ein Biotop und der Devon-Pfad. Die Runde führt außerdem zu einer Aussichtskanzel mit Blick ins Prümtal und entlang der Prüm zurück ins Dorf. Mit seiner kürzeren Strecke ist dieser Weg eine andere Wahl als der Devon Trail.
Der Devon Trail ist ein 15,7 Kilometer langer Rundwanderweg, der an der Mariensäule beginnt und dort endet. Ein weiterer Weg, der Wanderweg 100, umrundet Waxweiler im Prümtal und bietet Ausblicke ins Tal. Im westlichen Umfeld von Waxweiler verläuft der Naturpark-Südeifel-Wanderweg Nr. 87. Er umrundet die Kuppe, die sich durch Mühlbachtal und Mandelbachtal gebildet hat. So unterscheiden sich die Wege nicht nur in ihren beschriebenen Längen, sondern auch darin, ob sie Waxweiler umrunden, an der Mariensäule beginnen und enden oder in der Umgebung eine Kuppe zum Ziel haben.
Mariensäule und Ortsgeschichte
Die Mariensäule auf dem Eichelsberg in Waxweiler ist eine 1948 von Anton Nagel aus Trier geschaffene Votivsäule aus rotem Sandstein mit einer Immaculata-Figur. Sie ist 16 Meter hoch; die Madonna mit Kugel misst 4,30 Meter. Von der Mariensäule reicht der Blick ins Prümtal und auf die umliegenden Höhen. Jedes Jahr an einem Sonntag im Mai führt eine Prozession von der Pfarrkirche bis zur Mariensäule. Wenn Sie dieses Ereignis einplanen möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.
Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptista ist ein 1770 errichteter Saalbau nach einem Entwurf von Johannes Seiz. Die unteren Geschosse des Turms sind möglicherweise noch mittelalterlich. Rund um die Pfarrkirche ist der Ortskern als Denkmalzone geschützt. Sein kleinstädtisches Straßenbild weist überwiegend Wohn- und Geschäftshäuser aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Kirche und Ortskern bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf Waxweilers Baugeschichte.
Fossilien im Devonium
Das Devonium erklärt die Wissenschaft vom fossilen Leben und den Übergang der Pflanzen vom Wasser zum Land in einer spielerischen paläontologischen Ausstellung. Es zeigt Fossilien, die im Steinbruch Köppen bei Waxweiler gefunden wurden, und stellt die Ablagerungsmilieus der dort aufgeschlossenen Gesteinsschichten vor. So stehen neben den fossilen Funden auch die geologischen Zusammenhänge ihres Fundorts im Mittelpunkt. Das Museum setzt damit einen eigenen Schwerpunkt neben den Wanderwegen und der Baugeschichte des Orts.
Das Freibad Waxweiler
Das Freibad verfügt über mehr als 700 Quadratmeter Wasserfläche, ein 25 Meter langes Schwimmerbecken, ein Einmeterbrett und einen Dreimeterturm. Hinzu kommt eine große Liegewiese mit schattenspendenden Bäumen, die auch für Familien vorgesehen ist. Der Betrieb ist saisonabhängig; informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Öffnungszeiten. Damit lässt sich das Freibad als eigener saisonaler Baustein neben Wanderungen, Ortsgeschichte und dem Devonium in die Planung aufnehmen.
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