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Ein Teil der Schneifel liegt im Gemeindegebiet Sellerich. Zugleich reicht die Ortsgeschichte von einem Kirchenneubau nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu Gedenkorten oberhalb von Hontheim. Wanderwege, ein Wald-Barfußpfad und Theateraufführungen ergänzen die Auswahl. So können Sie je nach Interesse Landschaft, lokale Geschichte oder Kultur in den Mittelpunkt Ihrer Sellerich-Auszeit stellen.

Wandern und Natur rund um Sellerich

Ein kommunaler Entwicklungsbericht aus dem Jahr 2020 beschreibt für die Gemeinde Sellerich ein 80 Kilometer langes Wanderwegenetz mit neun Routen. Weitere Wanderwege grenzen über den Naturpark Nordeifel an. Auch die Schneifel liegt teilweise im Gemeindegebiet. Damit treffen in Sellerich ein beziffertes örtliches Wegenetz und weitere Wege, die über den Naturpark Nordeifel angrenzen, auf eine Landschaftsbezeichnung, die ebenfalls teilweise zum Gemeindegebiet gehört.

Im Ortsteil Hontheim finden Sie mehrere unterschiedliche Freizeitpunkte. Neben einer Grillhütte befinden sich ein Wassertretbecken, das für Kneipp-Anwendungen genutzt wird, und ein Wald-Barfußpfad. Auf dem Pfad können Sie barfuß über Kies, Rindenmulch, Sand oder Gras gehen. Ein weiteres Wassertretbecken liegt am Schneifelweg. Wenn Sie diese Einrichtungen einplanen, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Kirchengeschichte und Erinnerungsorte

Die Filialkirche Sankt Isidor in Sellerich hat eine eng datierte Baugeschichte: Der Grundstein wurde am 13. Juli 1952 gelegt, die feierliche Einweihung folgte am 26. August 1953. Ihre Vorgeschichte führt nach Hontheim. Die dortige Filialkirche diente Sellerich, Sellericher Höhe, Herscheid und Hontheim, bevor sie 1944/45 durch Kriegseinwirkungen vollständig zerstört wurde. Der Wiederaufbau erfolgte anschließend nicht am bisherigen Standort in Hontheim, sondern in Sellerich. Die Entscheidung für diesen neuen Standort führte teilweise zu Auseinandersetzungen zwischen den Orten.

Oberhalb von Hontheim, am Waldrand, steht die Marienkapelle. Sie erinnert an die Befreiung durch die Amerikaner 1944/45. In der Nähe der Kapelle befinden sich zwei historische Säulen des ehemaligen Reichsarbeitsdienstlagers, kurz RAD. Zusammen mit der Geschichte der Filialkirche erzählen diese Orte von unterschiedlichen Erinnerungsbezügen: dem Wiederaufbau nach der Zerstörung und dem Gedenken an die Ereignisse von 1944/45.

Theater und Aussicht

Auch das kulturelle Programm kann für die Wahl des Reisezeitraums eine Rolle spielen: In Sellerich finden mehrmals im Jahr Aufführungen des Theatervereins statt. Wenn eine Aufführung Teil Ihrer Planung sein soll, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.

Im näheren Umfeld des Reiseziels liegt der Eifel-Blick „Schwarzer Mann“ bei Sellerich. Von dort reicht der Panoramablick über Orte, Seen, Flusstäler, Heckenlandschaften, Heiden und Moore. Panoramatafeln informieren über sichtbare Sehenswürdigkeiten, Ortschaften und landschaftliche Besonderheiten; Sitzbänke laden zum Verweilen ein. So unterscheidet sich dieser Aussichtspunkt von den Orts- und Kirchengeschichten in Hontheim: Hier stehen der weite Blick und die Einordnung der sichtbaren Landschaft im Vordergrund.

Weitere Themen im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Auch im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es unterschiedliche Themen für Ausflüge. Im Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf dauern die Führungen eine Stunde. Dabei lernen Besucher den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik kennen. Da die Betriebsinformationen saisonal sind, prüfen Sie die Führungstermine vorab.

Das Devonium in Waxweiler vermittelt spielerisch komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und des fossilen Lebens. Einen anderen Schwerpunkt setzt das Westwallmuseum: Es ist auf drei begehbaren Geschossen eines Bunkers eingerichtet; in den unterirdischen Gängen und Räumen zeigt es eine militärhistorische Ausstellung. Beide Ziele stehen für unterschiedliche Zugänge zu Naturgeschichte und Militärgeschichte im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Die rund 700 Jahre alte Wasserburg Rittersdorf ist seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten und vermittelt ein eindrucksvolles Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissance-Wohnkultur. Zur Burg gehört ein privat geführtes Restaurant mit feiner Landküche. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob das Restaurant in Betrieb ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.