Germersheim lässt sich an seinen Festungsmauern lesen – und auf einer Radrundtour, die am ehemaligen Weißenburger Tor beginnt und endet. Das eröffnet zwei verschiedene Zugänge für die Planung: In der Stadt stehen Festungsbauten, Führungen und Kulturveranstaltungen im Mittelpunkt; die Radtour führt an Gewässern entlang bis zu den Pfälzer Altrheinarmen. Wenn Sie einen Aufenthalt zusammenstellen, können Sie zwischen einem stärker kulturgeschichtlichen Schwerpunkt und einer Runde mit Wasser- und Landschaftsbezug unterscheiden.
Festungsgeschichte im Stadtbild
Zahlreiche Bauwerke der Festungsanlage sind erhalten geblieben und umschließen den Stadtkern. Teile der Anlage wurden zwischen 1920 und 1922 geschleift; die erhaltenen Bauwerke geben der Festungsgeschichte weiterhin einen konkreten Bezug im Stadtbild. An der Fronte Lamotte lassen sich auch die Dimensionen der Befestigung nachvollziehen: Sie ist 480 Meter lang und war einer von sechs Verteidigungsabschnitten der 3.200 Meter langen Hauptumwallung. Benannt ist sie nach Generalleutnant Freiherr de La Motte. Die Angaben zu Länge und Funktion zeigen, wie ein einzelner Abschnitt in die umfassendere Anlage eingeordnet war.
Einen anderen Zugang bietet der Skulpturenpark Fronte Beckers. Zwischen alten Festungsmauern und Grünflächen sind dort Werke internationaler Künstler zu sehen. Statt Verteidigungsabschnitten und Bauwerksmaßen stehen hier Kunstwerke in einem von historischer Architektur geprägten Umfeld im Mittelpunkt. Wenn Sie beide Themen interessieren, können Sie sie als unterschiedliche Schwerpunkte Germersheims betrachten.
Führungen und Kulturveranstaltungen
Bei Stadt- und Festungsführungen erkunden Besucher gut erhaltene Militärgebäude, Kasematten, Minengänge, verwinkelte Gassen und Plätze. Die Führungen geben damit einen anderen Zugang zu den historischen Orten als der Blick auf einzelne Bauwerke. Wenn Sie eine Führung einplanen möchten, prüfen Sie vorab die aktuelle Buchungsverfügbarkeit.
Auch Veranstaltungen setzen eigene Akzente: Der Germersheimer Kultursommer ist ein seit Jahren etabliertes Musikfestival, das weit über die Stadtgrenzen und die Region hinaus bekannt ist. Das Germersheimer Festungsfest feiert seit 2001 alle zwei Jahre die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihre Festungsanlagen. Für konkrete Veranstaltungstermine lohnt sich ein Blick in das offizielle Programm; so können Sie Ihren Aufenthalt auf die passende Ausgabe abstimmen.
Mit dem Rad zu Gewässern und Grünflächen
Die Radrundtour Germersheimer Wasservielfalt beginnt und endet am Weißenburger Tor, einem ehemaligen Stadttor aus der Festungszeit des 19. Jahrhunderts. Sie verläuft auf größtenteils asphaltierten Radwegen rund um Germersheim, am Rheinufer entlang und vorbei an der Queichmündung bis zu den Pfälzer Altrheinarmen. Damit setzt die Route einen anderen Schwerpunkt als die Führungen: Statt Militärgebäuden und Gassen prägen Gewässer und Uferabschnitte den Verlauf.
Unterwegs führt die Radrundtour durch das nahe Naherholungsgebiet Sollach mit seinen drei Baggerseen, die zum Verweilen und Baden einladen. Die Seen geben Ihnen einen möglichen Anlass, die Fahrt nicht nur als Wegstrecke zu betrachten, sondern auch Zeit für einen Aufenthalt am Wasser einzuplanen. Die beschriebenen Radwege sind größtenteils asphaltiert; die Route verbindet so den Blick auf die Gewässer Germersheims mit einem konkreten Ausflug auf dem Rad.
Ein weiterer Ort für Spielmöglichkeiten
Im Stadtpark Fronte Lamotte befindet sich ein Inklusionsspielplatz mit Spielmöglichkeiten für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen. Dazu gehört ein Schaukel-Mix. Das ist ein eigenständiger Anlaufpunkt neben Festungsgeschichte, Kunst und Radtour: Wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Unternehmungen auch Spielmöglichkeiten berücksichtigen möchten, finden Sie hier ein ausdrücklich inklusiv ausgerichtetes Angebot.
Weitere Reiseziele entdecken: Lingenfeld, Hördt, Freisbach, Vollmersweiler, Neupotz, Bellheim, Zeiskam, Wörth Am Rhein
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Germersheim.