Hördt liegt zwischen den Hördter Rheinauen, Tabakfeldern und Spargelfeldern. Natur- und Kulturerlebnisse stehen hier nebeneinander: Wanderwege führen durch Wald, Wiesen und Auen, während Kirche, Klostermauer und eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk auf die Ortsgeschichte verweisen. Auch die Spargeltradition prägt den Ort. Für Ihren Aufenthalt können Sie daher zwischen Naturwegen, historischen Bezügen und regionaler Esskultur wählen.
Wanderwege zwischen Wald, Wiesen und Auen
Der Eichtalweg führt durch Wald- und Wiesenlandschaften. Zu ihm gehört ein 2 km langer Wald- und Vogel-Lehrpfad, der Einblicke in die örtliche Vogelwelt bietet. Die Strecke ist als leicht eingestuft und dauert etwa 2 Stunden und 10 Minuten. Für den Eichtalweg sind vor Ort Parkbereiche ausgewiesen; prüfen Sie bei Bedarf die aktuelle Parksituation. Ändern sich die Wegverhältnisse, sollten Sie diese vor Ort prüfen.
Der Treidlerweg setzt einen anderen Schwerpunkt. Der leichte Premium-Rundwanderweg ist 12,6 km lang und folgt dem Michelsbach durch eine international geschützte, ökologisch intakte Auenlandschaft. Entlang der Strecke liegen Flächen mit gelben Schwertlilien, Gras und Röhricht; Fischteiche und wassergefüllte Gruben enthalten Teich- und Seerosen. Der Weg folgt zudem historischen Spuren des Treidelns, bei dem Menschen oder Zugtiere Schiffe auf dem Rhein stromaufwärts zogen. Bei Hochwasser ist der Treidlerweg nicht begehbar. Prüfen Sie deshalb vor dem Aufbruch den Wasserstand.
Klostergeschichte und örtliche Prägung
Die katholische Pfarrkirche St. Georg ist als Baudenkmal geführt; ihr Langhauskern stammt aus dem Jahr 1750. Zur erhaltenen Bausubstanz des Ortes gehören außerdem ein Abschnitt der Klostermauer und eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Vom frühen 12. Jahrhundert bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts war das Kloster von Hördt das reichste Ritterkloster der ehemaligen Kurpfalz und ein religiöses Zentrum der Umgebung. Die erhaltenen baulichen Spuren und die historische Bedeutung des Klosters geben der Ortsgeschichte unterschiedliche, konkrete Anknüpfungspunkte.
Im Alten Forsthaus bieten Hördter Ehrenamtliche Führungen durch die Ausstellungen in der Regel kostenfrei an. Klären Sie vorab, ob eine Führung verfügbar ist. Hördt ist auch überregional für Spargel bekannt, der jährlich in vielen Varianten serviert wird; Spargelfelder gehören zugleich zu der Landschaft, zwischen der der Ort liegt.
Anreise und weitere Wege
Zum Treidlerweg gelangen Sie mit dem Zug bis zum Bahnhof Rülzheim und von dort mit der Buslinie 589 oder zu Fuß über den Pfälzer Jakobsweg nach Hördt. Prüfen Sie die aktuellen Fahrpläne. Der Jakobsweg ist durch Rülzheim und Hördt mit einer weißen Muschel auf blauem Grund markiert; orientieren Sie sich vor Ort an der Beschilderung.
Auch für Radreisende gibt es einen Bezug zu den Rheinauen: Der Klingbach-Radweg erreicht Hördt und führt weiter in die Hördter Rheinauen. Prüfen Sie die Beschilderung vor Ort, wenn Sie Ihre Strecke planen.
Weitere Reiseziele entdecken: Rülzheim, Kandel, Neupotz, Zeiskam, Freisbach, Minfeld, Neuburg Am Rhein, Winden
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