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Aspisheim verbindet frühe Siedlungsspuren und römische Geschichte mit kirchlichem Erbe, Weinbau und weiten Blicken über die Rheinhessische Hügellandschaft. Für die Reiseplanung ergibt sich so eine Mischung aus Kultur und Landschaft: Archäologische Zeugnisse erzählen von verschiedenen Epochen, während Aussichtspunkte und Wege weitere Perspektiven auf die Umgebung eröffnen.

Archäologische Spuren aus mehreren Epochen

Funde weisen auf eine Besiedlung Aspisheims seit der Jungsteinzeit hin. Die römische Straße von Alzey nach Bingen verlief durch Aspisheim. Nahe der evangelischen Kirche gehörte ein römisches Bad zu einer villa rustica des 3. Jahrhunderts; weitere römische Gräber und Gebäudespuren gehören ebenfalls zum archäologischen Erbe des Ortes. Ein Reihengräberfeld aus dem 6. Jahrhundert ergänzt diese zeitliche Folge.

Eine Marmorplatte markiert die Fundstelle des römischen Bades. Bei der Ausgrabung wurde ein halbkreisförmiges Becken freigelegt, das 3,40 Meter Durchmesser und 0,7 Meter Tiefe maß. So lassen sich zu den historischen Zusammenhängen auch konkrete bauliche Details der Anlage einordnen.

Kirchengeschichte in Aspisheim

Der Chorturm der ehemaligen St.-Martins-Kirche stammt vom Beginn des 13. Jahrhunderts. Die Kirche ist außerdem Teil der Rundroute „Gotische Kirchen in Rheinhessen“. Damit steht das historische Bauwerk in einem überörtlichen thematischen Zusammenhang, während seine Datierung zugleich einen eigenen Ankerpunkt für Aspisheimer Ortsgeschichte bildet.

Die heutige katholische Kirche entstand 1951, nachdem die frühere Kapelle nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegeben worden war. Aus dieser Kapelle stammen sechs Apostelfiguren aus dem 18. Jahrhundert und eine Madonna, die in der katholischen Kirche erhalten sind. Die Geschichte des Ortes zeigt sich hier sowohl im Baujahr der heutigen Kirche als auch in den älteren Kunstwerken, die aus dem Vorgängerbau übernommen wurden.

Aussichten und Wege durch die Landschaft

Der Goldacker ist Aspisheims höchste Erhebung. Von dort reicht der Blick über die Rheinhessischen Hügel zum Donnersberg in der Pfalz und zum Feldberg im Taunus. Rund drei Kilometer ausgebaute Feldwege dienen zugleich als Spazierwege. Wer den Landschaftsraum lieber zu Fuß erkundet, findet damit neben dem Aussichtspunkt auch Wege, die als Spazierwege genutzt werden.

Eine weitere Perspektive bietet die Wingertschaukel Rheinhessenblick oberhalb von Aspisheim. Von dort schweift der Blick über die Hügel in Richtung Rheingau und Hunsrück. Die hölzernen Sitzplätze haben Rückenlehnen und sind für zwei Personen ausgelegt. Goldacker und Wingertschaukel unterscheiden sich damit vor allem durch die jeweils genannten Blickrichtungen.

Radfahren und Aspisheimer Wein

Aspisheim ist in das Radwegenetz der Verbandsgemeinde eingebunden, das alle ihre Ortsgemeinden verbindet. Eine Radtour von Sprendlingen über das Zotzenheimer Horn kann auf einem Radweg bis nach Aspisheim weiterführen. Im Gebiet Sprendlingen-Gensingen gibt es mehr als 70 Kilometer Rad- und Wanderwege. Diese Angaben eröffnen unterschiedliche Ansätze für die Planung: das örtliche Netz, eine konkrete Streckenbeziehung und das weiter gefasste Wegeangebot des Gebiets.

Zu den örtlichen Besonderheiten zählen Böden aus früheren Flussablagerungen mit Sand und Kies, auf denen einige Rebsorten gedeihen. In Aspisheim werden verschiedene Weine im Glas und in Flaschen angeboten. Wenn dieses Angebot für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie vorab, was aktuell verfügbar ist.

Regionaler Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Mainz-Bingen prägen im Süden des Landkreises die rheinhessische Hügellandschaft, Obst- und Gemüsesonderkulturen einschließlich Spargel sowie ausgedehnte Rebflächen das Landschafts- und Agrarbild.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberheimbach, Stadecken-Elsheim, Niederheimbach, Schwabenheim An Der Selz, Undenheim, Waldalgesheim, Nackenheim, Bingen Am Rhein.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mainz-Bingen.

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