Wolfsheim verbindet sommerliche Weinbewirtung am Gigser mit Wanderwegen am Wißberg und einer Martinskirche mit mehreren historischen Bauphasen.
Gigser, Aussicht und saisonale Bewirtung
Wolfsheim liegt nördlich des Wißbergs an einem sanft nach Süden geneigten Hang und gehört zu den sieben Siedlungen, die an den Berg grenzen. Der Wolfsheimer Gigser ist der örtliche Hügel und Aussichtspunkt, etwa 1 km außerhalb des Ortes. Von dort fällt der Blick auf ein grünes Tal und den Golfplatz am Wißberg. Zur Ausstattung gehören eine Schutzhütte, eine Weinbergschaukel, eine Liege sowie Tische und Bänke; zwei Weintische stehen unterhalb des Aussichtspunkts.
Im Sommer bieten Wolfsheimer Winzer und Vereine am Gigser am Nachmittag des dritten Sonntags eines jeden Monats Bewirtung an. Wenn Sie diesen Termin einplanen, prüfen Sie das konkrete Datum vor der Reise.
Wanderwege am Wißberg
Ein Wanderweg führt auf den Wißberg. Wanderweg 4 verbindet Wolfsheim mit Wanderweg 5, der von Vendersheim zum Wißberg verläuft. Wenn Sie diese Routenverbindung einplanen, prüfen Sie vor der Wanderung die Wegbedingungen.
Martinskirche: Baugeschichte und Nutzung
Der romanische Ostchor-Turm der evangelischen Martinskirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Kirchenschiff wurde 1586/87 errichtet, 1747/48 nach Norden erweitert und barock verändert. Bei einer umfassenden Restaurierung von 1967 bis 1969 kam eine nördliche Sakristei hinzu.
Ursprünglich war die Kirche dem heiligen Martin geweiht. Zwischen 1697 und 1705 wurde sie als Simultankirche von Katholiken und Protestanten gemeinsam genutzt. Die Baugeschichte und die gemeinsame Nutzung geben zwei unterschiedliche historische Einblicke in die Martinskirche.
Frühe Besiedlung und Funde
Archäologische Funde vom Neolithikum bis in die Römerzeit weisen auf frühe Besiedlung im Wolfsheimer Gebiet hin. Der Goldfund von Wolfsheim wird im Museum Wiesbaden gezeigt; prüfen Sie vor der Reise die aktuelle Präsentation. Das Wolfsheimer Nuppenglas befindet sich im Mittelrheinischen Landesmuseum Mainz.
Regionaler Rahmen: Mainz-Bingen
Im übergeordneten Reiseziel Mainz-Bingen ist der Süden des Landkreises von der rheinhessischen Hügellandschaft, Obst- und Gemüsesonderkulturen einschließlich Spargel sowie ausgedehnten Rebflächen geprägt. Zum Landkreis gehört Rheinhessen mit 26.300 Hektar Rebfläche; es ist Deutschlands größtes Weinbaugebiet.
Der rund 75 Kilometer lange Rheinterrassenweg verläuft von Worms nach Mainz. Oppenheim und Bodenheim sind Etappenziele im Tal, die den Zugang zur Rheinterrasse erleichtern. Als weitere regionale Route führt der Rhein-Radweg in Rheinhessen von Bingen am Rhein über rund 90 Kilometer bis Worms.
Auch kulturhistorische Ziele liegen im größeren Rahmen von Mainz-Bingen: Das Museum bei der Kaiserpfalz in Ingelheim hat eine Dauerausstellung von der Steinzeit bis zum hohen Mittelalter. Die Kaiserpfalz besitzt einen für das Frühmittelalter einzigartigen Grundriss, der Elemente römischer Villen- und Palastarchitektur aufgreift.
Weitere Reiseziele entdecken: Niederheimbach, Dolgesheim, Dorn-Dürkheim, Essenheim, Appenheim, Engelstadt, Undenheim, Manubach
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