Zum Inhalt

Eine ausgeschilderte Rundwanderung und ein historisches Ortsbild geben Manubach unterschiedliche Schwerpunkte: Landschaft und Baugeschichte. Seit 2003 gehört Manubach zum UNESCO-Welterbegebiet Mittelrhein. Für die Wahl einer Ferienwohnung können Sie sich daran orientieren, ob Sie vor allem wandern oder sich für die Geschichte des Ortes interessieren.

Wandern auf der St.-Oswald-Schleife

Die St.-Oswald-Schleife ist eine ausgeschilderte Rundwanderung von 10,7 km rund um Manubach. Sie führt durch Wiesen, Felder, Wald, Weinberge, Brachflächen und Ziegenweiden. Unterwegs liegen Aussichtspunkte, Bänke, eine Schutzhütte und ein Picknickplatz. Die Weglänge bietet einen konkreten Anhaltspunkt für die Tagesplanung; die wechselnden Landschaftsformen prägen den Verlauf der Runde.

St. Oswald und der historische Ortskern

St. Oswald ist eine spätromanische Kirche und gilt als herausragendes Beispiel einer alten Dorfkirche. Die gotischen Gestühle stammen vom Holzschnitzer Erhard Falckener aus Abensberg. Der schlichte Saalbau besitzt keinen Chor. Seine Raumform bringt den Gottesdienstraum nahe an die Gemeinde und verleiht dem Innenraum einen reformatorischen Charakter.

Die Kirche bildet gemeinsam mit der alten Schule von 1832, dem alten Pfarrhaus von 1780 und den Fachwerkhäusern am Schadenbach den Dorfmittelpunkt. Zahlreiche gut gepflegte Fachwerkhäuser stehen rund um die Kirche und am oberen Ende Manubachs. Sie stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts bis ins frühe 19. Jahrhundert. Meist ist der Giebel zur Straße ausgerichtet. Häufig tragen die Schwellenbalken Sinnsprüche; unter den Giebeltraufen finden sich Weinrankenmalereien.

Manubach wurde ab dem 14. Jahrhundert mit Mauern, Türmen und einer äußeren Dornenhecke befestigt. Von der früheren Befestigung sind keine Reste erhalten, doch Straßen- und Flurnamen weisen noch auf sie hin. St. Oswald war ebenfalls früher befestigt und konnte in Notzeiten als Zuflucht und Wehrkirche dienen. Mit Manubach verbunden sind außerdem die Weinlagen St. Oswald, Mönchwingert, Heilgarten und Langgarten.

Das Zuckerstübbche

Das Zuckerstübbche öffnete 2017 und entstand aus einer 40-jährigen Sammelleidenschaft für Zucker. Seine Kernsammlung umfasst rund 130.000 verschiedene Zuckerwürfel, Tütchen und Sticks. Zur Sammlung gehören auch Werbeartikel, historische Geräte zur Zuckerherstellung, Zuckerhüte und Geschichten rund um Zucker. Ein Besuch ist nach vorheriger Absprache möglich; der Eintritt ist frei. Klären Sie Termin und Eintrittsregelung vorab.

Für die Reiseplanung unterscheiden sich die Schwerpunkte auch in ihren Bedingungen: Die St.-Oswald-Schleife ist als Runde mit festgelegter Länge ausgeschildert, während für den Besuch des Zuckerstübbchens vorherige Absprache nötig ist. So können Sie die Wanderung nach der angegebenen Strecke einordnen und den Museumstermin vorab abstimmen.

Wiesen am Hirtenborn

Das Naturschutzgebiet Wiesen am Hirtenborn umfasst rund 253 Hektar und schließt Teile von Manubach, Oberdiebach, Oberheimbach und Weiler bei Bingen ein. Es schützt und entwickelt eine großflächige naturnahe Offenlandfläche mit angrenzenden Wäldern im Binger Wald als zusammenhängenden Biotopkomplex. Die beiden Angaben beschreiben unterschiedliche Ebenen: Die St.-Oswald-Schleife ist eine konkrete Route rund um Manubach, das Schutzgebiet ein gemeindeübergreifender Landschaftsraum.

Weitere Reiseziele entdecken: Weiler Bei Bingen, Grolsheim, Uelversheim, Wolfsheim, Gensingen, Sprendlingen, Oberheimbach, Waldalgesheim

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mainz-Bingen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.