Wer Nörtershausen als Übernachtungsort erwägt, kann den Aufenthalt an konkreten Themen ausrichten: Der Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg führt über den Ort, während die St.-Antoniuskapelle einen historischen Bezug und einen Blick ins Moseltal und über das Maifeld bietet. Der Spielplatz ergänzt das Ortsprofil um eine weitere klar umrissene Station.
Wandern am Bergschluchtenpfad Ehrenburg
Der Traumpfad Bergschluchtenpfad Ehrenburg führt über Nörtershausen und anschließend ins Brodenbachtal. Die Hochebene Nörtershausen ist ein Highlight des Weges. Damit ist Wandern ein naheliegender Schwerpunkt für die Reiseplanung: Der Ortsname begegnet Reisenden sowohl im Verlauf des Traumpfads als auch bei einem seiner hervorgehobenen Landschaftspunkte. Wer eine Wanderung plant, sollte vorab die aktuellen Hinweise zum Weg prüfen.
Für die Wahl des Aufenthalts lässt sich daran eine konkrete Frage knüpfen: Soll der Traumpfad das zentrale Thema sein, oder möchten Sie neben dem Wandern auch Zeit für die Ortsgeschichte und weitere Kulturthemen einplanen? Die bekannten Anknüpfungspunkte in Nörtershausen unterscheiden sich deutlich: Der Weg steht für eine Wanderung, die Kapelle für Erinnerungsgeschichte und Aussicht. Eine feste Zeitplanung ergibt sich daraus nicht; der gewünschte Schwerpunkt kann aber helfen, die Reise auszurichten.
Kapelle, Aussicht und Spielplatz
Die St.-Antoniuskapelle wurde an der Stelle eines alten Antoniushäuschens errichtet, um an ein Unglück zu erinnern. Vom Standort der Kapelle reicht der Blick ins Moseltal und über das Maifeld. So verbindet sich an diesem Ort ein konkreter historischer Anlass mit einem weiten Landschaftsblick. Für Reisende, die sich neben dem Traumpfad auch für die Geschichte eines Ortes interessieren, ist die Kapelle ein eigener Anknüpfungspunkt.
Der Spielplatz Nörtershausen verfügt über Reck, Kletterkugel, Schaukel, Wippe, Karussell, Seilbahn und Kletterturm. Diese Ausstattung beschreibt ein weiteres lokales Angebot neben Wanderweg und Kapelle. Wenn der Spielplatz für Ihre Planung wichtig ist, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die lokalen Bedingungen.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz
Über die lokalen Anknüpfungspunkte hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Mayen-Koblenz weitere Kulturthemen. Mittelalterliche Baugeschichte, Industriekultur und Vulkanismus setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Die Genovevaburg in Mayen wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Abtei Sayn reicht zeitlich weiter zurück: Sie wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland.
Auch die Industriekultur hat im übergeordneten Reiseziel einen eigenen Platz. Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem bietet die Sayner Hütte Führungen und kreative Workshops an. Hein's Mühle ist die einzige noch voll funktionsfähige der ehemals 20 Mühlen in Bendorf und Umgebung. Das Mühlenmuseum zeigt und erläutert die Arbeitsschritte des Mahlprozesses und die Bedeutung des Müllerhandwerks in der Region.
Für einen anderen Blick auf Kultur stehen das Neue Museum Schloss Sayn und die Kirchen St. Medard. Im Museum gewähren Fürst Alexander und Fürstin Gabriela Besuchern einen privaten Einblick in das Leben ihrer Adelsfamilie; im Kinderreich können historische Kostüme anprobiert werden. In den Kirchen St. Medard sind die evangelische und die katholische Kirche unter einem Dach vereint und durch die sogenannte ökumenische Pforte verbunden.
Wer sich eher für Landschaftsgestaltung oder Vulkanismus interessiert, findet im übergeordneten Reiseziel weitere eigenständige Themen. Der Schlosspark Sayn wurde von 1840 bis 1850 im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn im Stil eines englischen Landschaftsgartens durch Carl Friedrich Thelemann gestaltet. Zu seinen genannten Merkmalen zählen ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, zahlreiche Ruhebänke und versteckt liegende stille Plätze. In Mendig ist der Lava-Dome das Deutsche Vulkanmuseum. Das Geysir-Museum erklärt in fünf Ausstellungsbereichen, wie der höchste Kaltwassergeysir der Welt funktioniert.
Weitere Reiseziele entdecken: Brodenbach, Mayen, Baar, Kettig, Weitersburg, Welschenbach, Nickenich, Einig.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.