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Die 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaute Genovevaburg ist eines der Wahrzeichen von Mayen. Sie gibt dem kulturellen Blick auf Mayen-Koblenz einen markanten Auftakt. Dazu kommen Orte, an denen ganz andere Geschichten im Mittelpunkt stehen: das Vulkanmuseum in Mendig, der Geysir in Andernach und die Industriekultur rund um Sayn. So können Sie Ihre Reise an dem ausrichten, was Sie besonders interessiert.

Vulkanwissen zwischen Mayen und Andernach

In Mendig ist der Lava-Dome das Deutsche Vulkanmuseum. Wer sich für die Entstehung und Funktionsweise vulkanischer Erscheinungen interessiert, findet in Andernach einen anderen Zugang: Das Geysir-Museum erklärt in fünf Ausstellungsbereichen, wie der höchste Kaltwassergeysir der Welt funktioniert. Beide Museumsthemen lassen sich gedanklich mit einer Strecke verbinden, die in Mayen beginnt.

Der 33 Kilometer lange Vulkanpark-Radweg führt von Mayen über Mendig, Kretz und Plaidt bis nach Andernach. Er verbindet zahlreiche Attraktionen des Vulkanparks und verläuft als entspannte, familienfreundliche Route. Im Vergleich zum Blick auf einzelne Ausstellungsthemen steht hier der Weg zwischen den Orten im Vordergrund. Die genannten Stationen machen zugleich deutlich, dass der Radweg und die Museen unterschiedliche Möglichkeiten bieten, sich mit dem Vulkanpark zu beschäftigen.

Industriekultur und Geschichte in Sayn

Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen dort zum Entdecken ein. Führungen und kreative Workshops ergänzen das Angebot. Damit steht neben mittelalterlicher Baugeschichte und Vulkanwissen auch die industrielle Vergangenheit als eigenes Thema im Raum.

Die Geschichte der Abtei Sayn reicht bis um 1200 zurück; ihre Abteikirche wurde 1202 geweiht. Die Außenmalereien der Abtei stammen aus der Zeit um 1255 und gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Die Zeitangaben markieren verschiedene Kapitel: die Gründung der Abtei, die Weihe ihrer Kirche und die Entstehungszeit der Malereien. Zusammen geben sie der religiösen Baugeschichte eine konkrete zeitliche Folge.

Schlosspark, Mühle und besondere Einblicke

Der Schlosspark Sayn wurde von 1840 bis 1850 im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn gestaltet. Der Architekt Carl Friedrich Thelemann entwarf ihn im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Zum Park gehören ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, zahlreiche Ruhebänke und versteckt liegende stille Plätze. Die Gestaltung verbindet damit landschaftliche Formen mit Möglichkeiten zum Verweilen.

Hein's Mühle ist die einzige noch voll funktionsfähige der ehemals 20 Mühlen in Bendorf und Umgebung. Das Mühlenmuseum zeigt die verschiedenen Arbeitsschritte des Mahlprozesses und erläutert die Bedeutung des Müllerhandwerks in der Region. Hier richtet sich der Blick auf ein Handwerk und seine Abläufe, während die Sayner Hütte die Industriekultur mit Ausstellungen, Führungen und Workshops erschließt.

Auch die Kirchen St. Medard in Bendorf setzen einen besonderen Akzent: Die evangelische und die katholische Kirche sind unter einem Dach vereint und durch die sogenannte ökumenische Pforte verbunden. Im Neuen Museum Schloss Sayn gewähren Fürst Alexander und Fürstin Gabriela Besuchern einen privaten Einblick in das Leben ihrer Adelsfamilie. Ein Kinderreich, in dem Besucher historische Kostüme anprobieren können, ergänzt das Museum. So treffen in den kulturellen Entdeckungen der Region Baugeschichte, Handwerk, Industriekultur und persönliche Einblicke aufeinander.

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