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In Kalt verbinden sich Spaziergänge in der Natur- und Waldlandschaft mit einer Kirchengeschichte, die sich an zwei Jahreszahlen ablesen lässt. Wiederkehrende Dorfveranstaltungen setzen zusätzliche saisonale Anhaltspunkte für die Planung.

Kirchengeschichte und „Kapellche“

Die heutige Markus-Kirche in Kalt ist eine Erweiterung aus dem Jahr 1923 einer Kapelle, die 1772 auf alten Fundamenten errichtet wurde. Die beiden Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Bauphasen: zuerst der Kapellenbau, anschließend die Erweiterung. Damit lässt sich die Geschichte nicht auf ein einziges Entstehungsdatum verkürzen.

In Kalt werden vier Kapellen örtlich „Kapellche“ genannt. Zusammen mit der Markus-Kirche geben sie einen weiteren Anknüpfungspunkt für Interessierte an religiöser Ortsgeschichte.

Spaziergänge und wiederkehrende Feste

Die Natur- und Waldlandschaft rund um Kalt lädt zu Spaziergängen und zur Erholung ein. Für die Besuchsplanung ist das ein anderer Anhaltspunkt als ein festgelegter Veranstaltungstermin: Spaziergänge richten den Blick auf die Umgebung, während sich ein Festbesuch nach dem Kalender richtet.

Das Dorffest findet alljährlich an einem Wochenende im Sommer statt. Zum Programm gehören Spiele, Wettkämpfe, Bewirtung und Angebote für Kinder; das konkrete Programm kann variieren. Die Kirmes richtet der Feuerwehr-Förderverein traditionsgemäß am letzten Aprilwochenende rund um den Dorfplatz aus. Die beiden Anlässe lassen sich nach ihrer Jahreszeit unterscheiden: Sommerwochenende beim Dorffest, letztes Aprilwochenende bei der Kirmes. Bestätigen Sie die Kirmestermine vor Ihrer Reise, wenn Ihr Aufenthalt gezielt darauf ausgerichtet ist.

Kultur und Landschaft im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz

Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz kommen weitere kulturgeschichtliche Themen hinzu. Die Genovevaburg wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut und ist eines der Wahrzeichen von Mayen. Die Abtei Sayn wurde um 1200 gegründet; ihre Abteikirche wurde 1202 geweiht. Außenmalereien der Abtei aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Diese Beispiele setzen unterschiedliche historische Akzente: die Baugeschichte einer Burg sowie die Geschichte von Abtei, Kirche und mittelalterlicher Malerei.

Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen lädt sie mit modernen Ausstellungen und multimedialen Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem bietet sie Führungen und kreative Workshops. Hein's Mühle ist die einzige noch voll funktionsfähige der ehemals 20 Mühlen in Bendorf und Umgebung. Das Mühlenmuseum Hein's Mühle zeigt und erläutert die Arbeitsschritte des Mahlprozesses und die Bedeutung des Müllerhandwerks in der Region.

Eine andere gestaltete Landschaft findet sich im Schlosspark Sayn. Er wurde von 1840 bis 1850 im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn im Stil eines englischen Landschaftsgartens durch den Architekten Carl Friedrich Thelemann gestaltet. Zum Park gehören ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, zahlreiche Ruhebänke und versteckt liegende stille Plätze. Im Vergleich zur Natur- und Waldlandschaft rund um Kalt steht dort eine angelegte Parklandschaft im Mittelpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Siebenbach, Einig, Volkesfeld, Vordereifel, Mendig, Niederfell, Mertloch, Nitztal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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