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Unter Mendig liegt ein Netz unterirdischer Lavakeller; auf einem ehemaligen Grubengelände zeigt die Museumslay Zeugnisse der Steingewinnung, und der Skulpturenweg führt durch beide Stadtteile. Damit verbindet der Ort Kulturgeschichte mit Wanderangeboten, die sich nach Thema und Länge unterscheiden. Wer eine Unterkunft in Mendig sucht, kann zuerst überlegen, ob die Basalt- und Bergbaugeschichte oder das Erkunden der Landschaft zu Fuß den Aufenthalt prägen soll.

Lavakeller und Basaltabbau

Unterhalb der Stadt Mendig erstreckt sich auf nahezu drei Quadratkilometern ein Netz unterirdischer Lavakeller in 32 Metern Tiefe. Die Keller entstanden durch den Abbau von Basaltlava, die im späten Mittelalter entstanden war und als Werkstein diente. So stehen hier das vulkanische Gestein und seine Nutzung als Baumaterial gemeinsam im Mittelpunkt.

Die Museumslay ist ein Freilichtmuseum auf dem ehemaligen Grubengelände in Mendig. Zu sehen sind ein originalgetreu nachgebautes Göpelwerk und der Schläsch-Express, eine alte Grubenbahn mit Loren. Auch historische Arbeitsmethoden werden vermittelt: Besucher können dort beispielsweise das Reißen eines Basaltsteins in einzelnen Arbeitsschritten kennenlernen. Die gezeigten Geräte und die Erläuterung der Arbeit verbinden die materielle Seite des Steinabbaus mit den dabei verwendeten Verfahren.

Wege zwischen Steinhandwerk und Landschaft

Der neun Kilometer lange Skulpturenweg beginnt an der Museumslay und verläuft durch beide Mendiger Stadtteile. Mehr als 40 Objekte zeugen von der Geschichte der Steinhauer und Layer. Damit erhält der Weg einen eigenen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt und knüpft an das Thema des ehemaligen Grubengeländes an.

Eine andere Perspektive bietet die Vier-Berge-Tour: Die in Mendig beginnende Rundwanderung ist insgesamt 12,9 Kilometer lang und führt durch idyllische Täler und tiefe Wälder sowie über Bergkuppen mit Fernsicht über die Pellenz. Der Mühlsteinwanderweg wiederum verbindet Produktions- und Abbaustätten des Mühlsteinreviers zwischen Mayen und Mendig. So unterscheiden sich die Wege sowohl in ihrem Thema als auch in ihrer beschriebenen Streckenlänge; der Mühlsteinwanderweg setzt den Fokus auf die Orte der Mühlsteinherstellung und des Abbaus.

Vulkanismus erleben und Zugang beachten

Im Deutschen Vulkanmuseum „Lava-Dome“ bietet die Vulkanwerkstatt an zehn interaktiven Stationen eine Mischung aus Spielen und Experimenten zum Vulkanismus. Simulierte Vulkanausbrüche vermitteln, wie die Region um Mendig im Laufe der Jahrhunderte geprägt wurde. Das setzt einen anderen Akzent als die Museumslay: Dort stehen Grubengeräte und historische Steinbearbeitung im Vordergrund, hier der Vulkanismus und seine Wirkung auf die Region.

Im näheren Umfeld von Mendig liegt die bis zu 50 Meter hohe Wingertsbergwand. Ihr Informationsrundweg erklärt die Entstehung der Landschaft. Der Zugang zur Wand ist derzeit nicht möglich; prüfen Sie die aktuelle Zugangslage vor Ihrer Reise.

Mayen-Koblenz als regionaler Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz führt der 33 Kilometer lange Vulkanpark-Radweg von Mayen über Mendig, Kretz und Plaidt bis nach Andernach. Er bietet einen größeren regionalen Rahmen als die Wege, die hier mit Mendig und seiner Umgebung verbunden sind. Für die Planung ist es daher hilfreich, den Radweg als eigene, längere Routenoption von den lokalen Kultur- und Wanderwegen zu unterscheiden.

Unterkunft nach dem Schwerpunkt auswählen

Bei der Suche nach einem Hotel in Mendig können Sie vom gewünschten Schwerpunkt ausgehen: Möchten Sie sich vor allem mit Basaltabbau und Handwerk befassen, oder sollen Wanderungen den Aufenthalt prägen? Lavakeller, Museumslay und Skulpturenweg stehen für unterschiedliche Zugänge zur Steinbruchgeschichte; die Vier-Berge-Tour ist eine klar beschriebene Rundwanderung mit eigener Streckenlänge und Landschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Bell, Rieden, Polch, Spay, Welling, Nickenich, Brodenbach, Bermel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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