Das Landschaftsbild der Ortsgemeinde Bermel wird vom Elztal und vom 570 Meter hohen Hochbermel geprägt. Natur- und Ortsgeschichte bieten zwei unterschiedliche Zugänge zu einem Aufenthalt: Schutzgebiete und ein ehemaliger Basaltsteinbruch prägen das Landschaftsthema, während die Pfarrkirche St. Dionysius einen genau datierten Abschnitt der Ortsgeschichte markiert. So lassen sich die landschaftlichen und kulturellen Bezugspunkte Bermels getrennt betrachten.
Landschaft und Naturschutzgebiete
Das Naturschutzgebiet Hochbermel liegt südöstlich von Bermel, umfasst etwa 65,7 Hektar und wurde 2001 ausgewiesen. Westlich von Bermel grenzt im Bereich des 500 Meter hohen Kleinbermel das etwa 14 Hektar große Naturschutzgebiet Kleiner Bermel an; es wurde 1978 unter Schutz gestellt. Die ähnlich klingenden Namen bezeichnen verschiedene Gebiete; ihre Lage hilft, sie auseinanderzuhalten. Mit 570 Metern liegt der Hochbermel 70 Meter über dem 500 Meter hohen Kleinbermel.
Am Hochbermel liegt außerdem ein früherer Basaltsteinbruch. Er ist seit Ende der 1970er Jahre stillgelegt und steht inzwischen unter Naturschutz. Im Steinbruch und auf den Abraumhalden hat sich ein seltenes Biotop gebildet. Dort sowie im angrenzenden Buchenhochwald leben zahlreiche verschiedene Amphibien. Damit stehen am Hochbermel der frühere Basaltabbau und ein Lebensraum für Amphibien als unterschiedliche Aspekte der Landschaft nebeneinander.
Spuren verschiedener Zeiten
Im Elztal unterhalb von Bermel befand sich bereits in der Römerzeit eine Ansiedlung. Einen deutlich späteren Bezugspunkt bildet die Pfarrkirche St. Dionysius in Bermel: Sie wurde 1954/55 erbaut und am 14. Oktober 1955 eingeweiht. Ansiedlung im Tal und Kirche im Ort gehören zu verschiedenen Zeiten und Orten. Die Kirche lässt sich mit Bau- und Einweihungsdatum präzise einordnen; die römische Ansiedlung verweist auf eine deutlich frühere Besiedlungsgeschichte des Elztals.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz
Zum übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz gehören weitere, eigenständige Kulturthemen. Die Genovevaburg wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut. Die Abtei Sayn wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht; Außenmalereien aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Die Sayner Hütte steht für Industriekultur: Sie ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen dort zum Entdecken ein; außerdem bietet die Hütte Führungen und kreative Workshops an.
Im Neuen Museum Schloss Sayn gewähren Fürst Alexander und Fürstin Gabriela Besuchern einen privaten Einblick in das Leben ihrer Adelsfamilie. Das Geysir-Museum erklärt in fünf Ausstellungsbereichen, wie der höchste Kaltwassergeysir der Welt funktioniert. Diese Beispiele aus Mayen-Koblenz reichen von Burg- und Klostergeschichte über Industriekultur bis zu höfischem Leben und naturkundlicher Vermittlung.
Weitere Reiseziele entdecken: Herresbach, Mülheim-Kärlich, Bassenheim, Gappenach, Urbar, Plaidt, Winningen, Brodenbach.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.