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Herresbach lässt sich über zwei Rundwege mit deutlich unterschiedlicher Streckenlänge entdecken: Der Weitblick-Wanderweg umfasst 15,9 Kilometer, der Sonnen-Rundweg etwa sechs Kilometer. Dazu kommen Ausblicke, die Schutzengelkapelle und weitere kulturelle Themen. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen einer längeren, mittelschweren Wanderung, einer kürzeren Runde und kulturellen Entdeckungen wählen.

Zwei Rundwege mit unterschiedlichen Aussichten

Der Weitblick-Wanderweg ist die längere der beiden Runden: Er ist 15,9 Kilometer lang, als mittelschwer eingestuft und beginnt und endet am Dorfplatz in Herresbach. Der Weg steigt in Richtung Hohe Acht und Kaiser-Wilhelm-Turm an, folgt dem Eschbach und quert Wiesen oberhalb des Ortsteils Eschbach. Vom Abschnitt am Kaiser-Wilhelm-Turm reicht der Blick über Eifel, Hunsrück und Westerwald.

Der Sonnen-Rundweg ist mit etwa sechs Kilometern deutlich kürzer. Er startet und endet am Dorfplatz neben der Schutzengelkapelle. Seine Panoramablicke umfassen Wiesen, Wälder und Felder der Vordereifel-Kulturlandschaft; außerdem führt er zum Wacholdergebiet Geiersbusch. Von dort bieten sich Blicke auf Hochbermel, Booser Eifelturm, Hochkelberg und Nürburg. Die Runden unterscheiden sich damit nicht nur in der Länge: Beim Weitblick-Wanderweg prägt der Blick vom Kaiser-Wilhelm-Turm über drei Landschaftsräume das Bild, beim Sonnen-Rundweg sind es das Wacholdergebiet und die genannten Aussichtspunkte.

Für den Weitblick-Wanderweg ist Parken am Dorfplatz neben der Schutzengelkapelle möglich. Die Wegmarkierung kann abschnittsweise unvollständig sein. Deshalb empfiehlt es sich, GPX-Track und Karte vorab herunterzuladen.

Kapelle, Heiligenhäuschen und Landschaftserinnerungen

Die katholische Schutzengelkapelle in Herresbach entstand 1843 aus lokalem Bruchstein und ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Das Herresbacher Heiligenhäuschen bietet einen Ort der Besinnung und des Innehaltens. So stehen neben den Wanderrouten auch religiöse Orte und ihre unterschiedliche Bedeutung im Blick.

Das Herresbacher Eichenbäumchen war eine als mehrere hundert Jahre alt beschriebene Eiche, die 2007 beim Sturm Kyrill verloren ging. Eine Schutzhütte nahe dem Herresbacher Eichenbäumchen bietet Ausblicke über weite Felder und Wiesen. Die Ortsgeschichte und die Landschaft lassen sich hier als unterschiedliche Aspekte Herresbachs betrachten.

Herresbach liegt in der reizvollen Eifellandschaft mit hügeligen Abschnitten und Ausblicken. Auch für den Straßenradsport bietet der Ort vielfältige Möglichkeiten. Damit ergänzt Radfahren die beiden Wanderrunden als eine weitere Möglichkeit, die Landschaft aktiv zu erleben.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz

Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz erweitern weitere Kulturziele den Blick über Herresbach hinaus. Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen lädt sie mit modernen Ausstellungen und multimedialen Inszenierungen zum Entdecken ein; zudem bietet sie Führungen und kreative Workshops. Die Genovevaburg wiederum ist eines der Wahrzeichen von Mayen. Erbaut wurde sie 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen.

Weitere Reiseziele entdecken: Pillig, Kruft, Bendorf, Nitztal, Andernach, Brodenbach, Kettig, Rüber

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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