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Andernach verbindet das geowissenschaftliche Thema Geysir mit einer Stadt voller romanischer und mittelalterlicher Bauwerke. Für die Planung ist wichtig: Der Geysir-Besuch ist an eine Schifffahrt gebunden. Daneben bieten Naturschutzgebiet, Wanderwege und Stadtgeschichte weitere Schwerpunkte für den Aufenthalt.

Geysir und Rheinlandschaft

Die Geysir-Expedition im Geysir Museum Andernach führt durch sechs Museumsbereiche. Exponate und Mitmach-Lernstationen behandeln Geysire, Vulkane und die damit verbundenen geowissenschaftlichen Prozesse. So gehört neben dem Naturphänomen auch dessen Erklärung zum Geysir-Thema.

Der Geysir Andernach befindet sich auf dem Namedyer Werth. Der Zugang erfolgt ausschließlich mit dem Geysir-Schiff MS Namedy, das an den Andernacher Rheinanlagen ablegt und Besucherinnen und Besucher zum Namedyer Werth bringt. Fahrten unterliegen saisonalen und betrieblichen Änderungen; prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Informationen zu Zugang und Fahrt.

Das Geysir Museum, das Geysir-Schiff und das Geysir-Gelände sind für Menschen mit Gehbehinderungen nach Stufe 2 als barrierefrei zertifiziert; eine Begleitperson wird empfohlen. Prüfen Sie die aktuelle Zertifizierung vor Ihrer Reise erneut.

Das Namedyer Werth ist zugleich ein Naturschutzgebiet an einem bewaldeten Rheinufer. Zu den dortigen Lebensräumen gehören solche von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, darunter Schwarzmilan, Eisvogel, Pirol und neun verschiedene Fledermausarten. Damit steht neben dem Geysir auch der geschützte Naturraum am Rhein im Mittelpunkt.

Wanderwege und Radfahren

Im Andernacher Stadtteil Eich gibt es drei markierte Rundwanderwege mit Längen von 4,1, 5,6 und 7 Kilometern. Sie führen durch Felder, sanfte Hügel und ruhige Waldabschnitte rund um den Nastberg. Die unterschiedlichen Streckenlängen geben Ihnen eine konkrete Auswahl für eine Wanderung in diesem Landschaftsraum.

Eine weitere Möglichkeit ist der Namedyer Weg: Er führt vom Stadtteil Namedy durch den Andernacher Stadtwald hinauf zum Krahnenberg und bietet Ausblicke über den Rhein und die umliegende Landschaft. Für Radreisen liegt Andernach direkt am Rheinradweg. Entlang des Rheins ist die Stadt aus Richtung Köln/Bonn oder Koblenz erreichbar; gut ausgeschilderte regionale Radwege führen außerdem aus der Eifel und dem Neuwieder Becken hierher.

Stadttore, Kirchen und Erinnerungskultur

Der Mariendom, auch Liebfrauenkirche genannt, ist eine reich ausgestattete dreischiffige romanische Emporenbasilika aus der Zeit um 1200. Das Koblenzer Tor, auch Burgpforte genannt, ist eine restaurierte vierstöckige mittelalterliche Doppeltoranlage und eines der erhaltenen Stadttore Andernachs. Das Rheintor gehört zu den ältesten Doppeltoranlagen am Rhein und lädt dazu ein, den historischen Stadteingang zu durchschreiten.

Auch einzelne Bauwerke an der Stadtmauer erzählen von der Wehrgeschichte: Der Helmwartsturm ist einer von sechs vollständig erhaltenen Halbrundtürmen der mittelalterlichen Andernacher Stadtmauer. In seiner Nähe bildet eine Holzkonstruktion einen historischen Wehrgang nach. Die Hospitalkirche, auch Hospitalkapelle St. Nikolaus und Elisabeth genannt, war die Kirche des Annuntiatenklosters. Ihre spätbarocke Anlage stammt aus den Jahren 1737 bis 1739 und besitzt umfangreiche Wand- und Deckenmalereien.

Das Andernacher Mahnmal zur Aktion T4 ist ein begehbarer Spiegelcontainer, der an die Opfer nationalsozialistischer Deportationen erinnert und zum Gedenken einlädt. Am Rheinufer erinnert das Bollwerk als Ehrenmal an die Gefallenen der beiden Weltkriege; zugleich ist es eine geschichtsträchtige Station an der Rheinpromenade.

Grünflächen und Anreise

Die Essbare Stadt nutzt öffentliche Grünflächen für den Anbau von Gemüse, Obst, Beeren, Spaliergehölzen und Küchenkräutern. Besucherinnen und Besucher dürfen die Erzeugnisse pflücken; einzelne Pflanzungen können saisonal variieren. Der Hauptteil liegt am Stadtgraben 1–27, direkt an der Stadtmauer zwischen Koblenzer Tor und Ottenturm.

Der Bahnhof Andernach liegt zentral am Rand der Altstadt. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem mit den Linien RE5, RB26 und RB23 in Richtung Koblenz, Mainz sowie Bonn/Köln. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor der Anreise. Für die Besuchsplanung lässt sich so zwischen einem Aufenthalt mit Schwerpunkt Geysir und Schiff, den Wegen rund um Nastberg oder Namedy und den historischen Stationen in der Stadt wählen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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