Im Kottenheimer Winfeld verbinden sich Kletterrouten mit einer Landschaft, deren Geschichte vom Basaltabbau geprägt ist. Markante Basaltfelsen, ein Felsenlabyrinth und die Spuren früherer Steinbrüche geben dem Gebiet einen klaren Charakter. Zugleich reicht seine Nutzungsgeschichte weit zurück: Schon in der Jungsteinzeit wurde hier Basaltlava gewonnen; großflächiger Abbau prägte das Winfeld noch bis in die 1960er Jahre.
Winfeld: Basaltfelsen und Klettern
Das Kottenheimer Winfeld ist ein ehemaliges Steinbruchrevier im Bereich der Ortsgemeinde. Es liegt in einem Waldstück zwischen Ettringen und Kottenheim. Der Traumpfad Vulkanpfad führt durch das Felsenlabyrinth des Winfelds, das von markanten Basaltfelsen geprägt ist. Auf der Route begegnet Ihnen damit eine Landschaft, die eng mit dem früheren Abbau verbunden ist.
Im Winfeld gibt es Kletterrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Kletterer nutzen dort teils steile Felsen. Wenn Sie das Klettern einplanen, prüfen Sie vor dem Besuch die Bedingungen. Die Angaben zu verschiedenen Schwierigkeitsgraden bieten eine Orientierung, während die Felsen selbst teilweise steil sind.
Eine lange Geschichte des Basaltabbaus
Die Nutzung des Winfelds setzt bereits in der Jungsteinzeit ein: Damals wurde dort Basaltlava zur Herstellung von Reibsteinen abgebaut. Ein deutlich späteres Kapitel begann ab den 1850er Jahren. Bis in die 1960er Jahre fand großflächiger Basaltabbau statt. Die Zeiträume markieren unterschiedliche Phasen der Rohstoffgeschichte: die Gewinnung von Basaltlava für Reibsteine in vorgeschichtlicher Zeit und den großflächigen Abbau im ehemaligen Steinbruchrevier. Beide gehören zur Geschichte desselben Gebiets.
Die Siewe Stuwe am Kottenheimer Büden
Auch die Höhlen Siewe Stuwe am Kottenheimer Büden erzählen von einer historischen Nutzung des Ortes. Im Zweiten Weltkrieg dienten sie als Luftschutzräume und waren mit Feldbetten, Regalen und Öfen ausgestattet. Für einen Besuch ist die heutige Zugangslage entscheidend: Wegen Felsstürzen sind die Höhlen derzeit nicht zugänglich. Sie sind deshalb als historischer Aspekt einzuordnen, nicht als begehbare Station.
Kulturgeschichte im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz
Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz kommen weitere kulturhistorische Themen hinzu. Die Genovevaburg in Mayen wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut und zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Einen anderen Bezug zur Industriegeschichte bietet die Sayner Hütte: Sie ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden dort moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem werden Führungen und kreative Workshops angeboten.
Auch die Abtei Sayn setzt einen eigenen historischen Akzent. Sie wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Für einen weiteren Blick auf die Vulkanlandschaft ist der Lava-Dome in Mendig das Deutsche Vulkanmuseum. Diese Beispiele ordnen die örtliche Basaltgeschichte in die vielfältigen Kultur- und Industriethemen des übergeordneten Reiseziels ein.
Weitere Reiseziele entdecken: Polch, Kollig, Bassenheim, Kerben, Urmitz, Wierschem, Siebenbach, Vordereifel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.