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Kell liegt auf einer Hochfläche von rund 260 m über dem Meeresspiegel zwischen Brohltal und Pönterbachtal. Die Höhenlage zwischen beiden Tälern gibt dem Ort einen klaren Rahmen für Wanderungen und für die mit Kell verbundene Wallfahrtsgeschichte. Wer eine Unterkunft sucht, kann den Aufenthalt danach ausrichten, ob Landschaft und Rundwanderung oder historische Bezüge den Ausschlag geben.

Hochfläche, Höhlen und Schluchten

Der Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig ist eine etwa 12,5 km lange Rundwanderung um Kell und führt durch große, begehbare Trasshöhlen. Auch die urige Wolfsschlucht mit Wasserfall gehört zu den Höhepunkten des Weges. So prägen sowohl die Höhlen als auch die Schlucht den Charakter dieser Tour; ihre Länge ist mit ungefähr 12,5 km angegeben.

Stand 2. Juli 2026 war die Wolfsschlucht wegen akuter Hangrutschgefahr bis auf Weiteres gesperrt; der Traumpfad war dadurch nur teilweise begehbar. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Wegestatus.

Eine andere Wanderoption ist der jährlich stattfindende Winterwandertag Kell. Er beginnt am Bürgerhaus in der Pöntertalstraße 38 und führt jedes Jahr über eine andere Route durch die hügelige Landschaft zwischen Brohltal, Rhein und Laacher See. Anders als beim rund 12,5 km langen Traumpfad wechselt hier der Streckenverlauf von Jahr zu Jahr. Für die Planung sollten Sie deshalb den Termin und die jeweilige Route des Winterwandertags berücksichtigen.

Kirche und Wallfahrtsgeschichte

Die katholische Pfarrkirche St. Lubentius wurde zwischen 1902 und 1905 als zweischiffige neogotische Kirche erbaut. Mit ihr verbunden ist die Wallfahrt zum Keller GottesOrt, St. Lubentius: Sie findet bis heute am sogenannten Schmerzensfreitag statt, dem Freitag vor Palmsonntag. Der Bezug zu Palmsonntag gibt dem Termin einen Platz im Kirchenjahr und macht ihn zu einem anderen Reiseanlass als eine Wanderung.

Die Geschichte des St.-Antonius-Karmeliterklosters in Tönisstein ist eng mit Kell verbunden. Der Legende nach fanden Hirten aus Kell dort 1388 ein Gnadenbild in einem brennenden Dornbusch. Die daraufhin einsetzenden Wallfahrten führten 1465 zur Gründung des Karmeliterklosters, das bis zur Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand. Das ehemalige Kloster Sankt Antonius wurde zwischen 1465 und 1495 erbaut. Seine Ruine befindet sich in Bad Tönisstein, einem Wohnplatz des Andernacher Stadtteils Kell. Später gelangten das Gnadenbild und Teile der Klosterausstattung in die Keller Pfarrkirche St. Lubentius.

Für die Reiseplanung sind die unterschiedlichen zeitlichen Anker hilfreich: Die Wallfahrt ist an den Schmerzensfreitag gebunden, der Winterwandertag hat jährlich eine andere Route, und beim Traumpfad ist der Wegestatus zu beachten. Wenn Sie eine Unterkunft für Kell suchen, können Sie so zunächst entscheiden, ob der Pilgertermin, die Wanderveranstaltung oder die Landschaft des Rundwegs den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden soll.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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