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Eine Kapelle mit mehreren Bauphasen, Holzskulpturen zwischen den Bäumen und ein teilweise freigelegter Steinbruch: Ditscheid bietet konkrete Anlässe, Ortsgeschichte und Entdeckungen im Freien miteinander zu verbinden. Im Landschaftspark Steinbüchel kommen außerdem ein kretisches Labyrinth aus heimischen Rotbuchen und Spielmöglichkeiten für Kinder hinzu.

St. Apollonia: Baugeschichte und Ortsleben

An der Stelle der heutigen Kapelle St. Apollonia wurde 1663 zunächst ein Heiligenhäuschen errichtet. 1756 folgte eine kleine Kapelle; die heutige Kapelle wurde 1849 erbaut. Die Abfolge macht die verschiedenen Bauphasen an einem Ort nachvollziehbar. Auch der Name Apollonia begegnet in der Ortsgeschichte außerhalb der Kapelle: 1994 schlossen sich die Vorstände der damaligen Ortsvereine gemeinsam mit dem Gemeinderat unter dem Namen „Apollonia – Verein“ zusammen, um sich der Ortsverschönerung anzunehmen. Die „Winterkirmes“ wurde zur Geldbeschaffung am Namenstag der heiligen Apollonia, dem 9. Februar, wiederbelebt. Kapelle, Verein und Kirmes setzen damit unterschiedliche Akzente: auf die Geschichte des Bauwerks, gemeinschaftliche Ortsverschönerung und einen Festanlass.

Im Landschaftspark Steinbüchel auf Entdeckung gehen

Holzskulpturen, die bei mehreren Veranstaltungen mit Kettensägenschnitzern entstanden, sind über den Landschaftspark verteilt und teilweise versteckt aufgestellt. Gerade diese Verteilung macht sie zu einem anderen Erlebnis als ein einzelnes Schaustück: Beim Blick durch den Park können immer wieder weitere Arbeiten ins Auge fallen. Der alte Steinbruch wurde teilweise wieder freigelegt und kann besichtigt werden. Das kretische Labyrinth aus heimischen Rotbuchen bietet dazu einen eigenen gestalterischen Akzent. Für Kinder gibt es im Park Spielmöglichkeiten. So vereint der Landschaftspark mehrere verschiedene Themen, statt nur für eine einzelne Sehenswürdigkeit zu stehen.

Orientierung und praktische Details

Die „XXL-Baumelbank“ liegt unweit des Ditscheider Sportplatzes und rund zehn Gehminuten vom Landschaftspark Steinbüchel entfernt. Von der Bank lassen sich besonders die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings genießen. Damit ergänzt ein saisonaler Ausblick die Ortsgeschichte und die Parkthemen. Ebenfalls im Landschaftspark befindet sich eine Grillhütte mit Wasser, Strom und Toilettenanlage.

Der übergeordnete Rahmen: Mayen-Koblenz

Zum übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz gehören weitere, eigenständige Kulturorte. Die Genovevaburg in Mayen wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut. Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden dort moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem werden Führungen und kreative Workshops angeboten. Die Abtei Sayn wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Ihre Außenmalereien aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Diese Beispiele aus Mayen-Koblenz ergänzen den Blick auf Ditscheid um eigenständige Themen aus Burg-, Industrie- und Abteigeschichte.

Wenn Sie eine Unterkunft in Ditscheid suchen, können Sie Ihren Schwerpunkt anhand der lokalen Themen setzen: Möchten Sie die Kapellengeschichte und das Ortsleben kennenlernen oder vor allem die verschiedenen Entdeckungen im Landschaftspark in den Mittelpunkt stellen?

Weitere Reiseziele entdecken: Herresbach, Gering, Hatzenport, Einig, Nickenich, Ochtendung, Virneburg, Niederfell.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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