Jüdische Erinnerung und die Wacholderheide „Folken“ eröffnen zwei unterschiedliche Zugänge zu Laufersweiler. An der ehemaligen Synagoge erzählen Museum, Dauerausstellung und Erinnerungsensemble von jüdischem Leben im Hunsrück; auf der Kappleifelsen-Tour stehen Heide, Bäche, Wiesentäler, Wald und Felsen im Mittelpunkt. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann diese Themen als Ausgangspunkt nutzen, um zu prüfen, ob Laufersweiler zum eigenen Reiseinteresse passt.
Erinnerungsorte in Laufersweiler
Die katholische Kirche in Laufersweiler wurde 1842 errichtet, nachdem ihr Vorgängerbau 1839 durch einen Brand zerstört worden war. Auch die ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde prägt die Geschichte des Ortes: Sie ist die einzige im Rhein-Hunsrück-Kreis, die noch als Synagoge erkennbar ist.
Im Erdgeschoss der ehemaligen Synagoge befindet sich ein Museum für jüdische Geschichte des Hunsrücks mit einer Dauerausstellung. Die Ausstellung „Sie gehörten zu uns“ behandelt die Entwicklung und Zerstörung jüdischen Lebens in der Region. So führt die Beschäftigung mit dem Gebäude auch zu einer breiteren Geschichte jüdischen Lebens im Hunsrück.
Zur ehemaligen Synagoge gehört ein Gedenkensemble mit dem jüdischen Friedhof, dem Weg der Erinnerung, dem Pfad der jüdischen Poesie und einem künstlerischen Erinnerungsort. Seit 2014 beherbergt sie außerdem das Forst-Mayer-Studien- und Begegnungszentrum für Landjudentum. Ausstellung, Friedhof, Poesiepfad und Erinnerungsort eröffnen unterschiedliche Formen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Der Weg der Erinnerung ist ein einstündiger Rundweg mit Informationen zur jüdischen Vergangenheit Laufersweilers. Für den Besuch der ehemaligen Synagoge gibt es dagegen keine regelmäßigen Öffnungszeiten: Sie öffnet bei Veranstaltungen und auf Anfrage. Da sich die Öffnungsregelungen ändern können, klären Sie am besten vorab, ob ein Besuch zu Ihrem Termin möglich ist.
Wacholderheide und Kappleifelsen-Tour
Die Wacholderheide „Folken“ wird mit Skudden und Pommernschafen als Offenland-Lebensraum gepflegt. Zugleich entwickelt sich typische Wacholderheidevegetation in Laufersweiler wieder stark. An Folken stehen damit die Heidevegetation und die Pflege der offenen Landschaft nebeneinander; das Gebiet lässt sich auch über seine gestaltete Kulturlandschaft kennenlernen.
Die Kappleifelsen-Tour verläuft direkt an der Wacholderheide vorbei und hat dort zwei Informationstafeln zur Landschaft. Außerdem folgt die Route Hirschbach und Idarbach durch Wiesentäler und Wälder bis zum Kappleifelsen. Wer die Heide im Zusammenhang mit einer längeren Landschaftsroute betrachten möchte, findet sie direkt an dieser Tour; die Tafeln ergänzen den Weg um Informationen zur Landschaft.
Die beiden Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der Weg der Erinnerung ist eine einstündige Runde zur jüdischen Vergangenheit; die Kappleifelsen-Tour verbindet die Wacholderheide mit Bächen, Wiesentälern, Wald und dem Felsen als Ziel. Das bietet eine konkrete Orientierung, wenn Sie entscheiden, ob bei Ihrem Aufenthalt eher Geschichte oder Landschaft im Vordergrund stehen soll.
Rhein-Hunsrück als größerer Landschaftsrahmen
Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Hunsrück umfasst der Rhein-Hunsrück-Kreis weite Bereiche des Hunsrücks als Teil des Rheinischen Schiefergebirges sowie den linksrheinischen Teil des Oberen Mittelrheintals. Zum Kreis gehören außerdem weite Teile der Hunsrückhochfläche und südlich anschließende Quarzitrücken wie der Soonwald. Im Bereich des Mittelrheintals bildet der Rhein zugleich die östliche Kreisgrenze.
Für die Wahl einer Ferienwohnung können die örtlichen Schwerpunkte eine praktische Orientierung bieten: In Laufersweiler stehen ein historischer Erinnerungsort mit besonderen Öffnungsregelungen und Wege mit unterschiedlichen thematischen Ausrichtungen nebeneinander. So lässt sich der Ort danach einordnen, welche dieser Erfahrungen für Ihre Reise wichtiger ist.
Weitere Reiseziele entdecken: Gemünden, Reckershausen, Dommershausen, Büchenbeuren, Niedert, Hollnich, Sohren, Buchholz
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhein-Hunsrück.