Zum Inhalt

Wer Sauerthal als mögliches Ziel für einen Aufenthalt prüft, kann sich an zwei Themen orientieren: Wanderwege durch die Landschaft und historische Spuren im Ort. Der Rheinhöhenweg führt durch Sauerthal; Kirche, Brunnen und Sauerburg stehen für unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte. So lassen sich Naturwege und Kulturgeschichte als verschiedene Schwerpunkte betrachten, bevor Sie Ihre Reise planen.

Wandern: Wege und Richtungen

Der 224 Kilometer lange Rheinhöhenweg verläuft durch Sauerthal. Auch der Europäische Fernwanderweg und der Wisperwanderweg queren die Gemeinde. Der Rheinhöhenweg ist mit einem weißen „R“ markiert und ausgeschildert. Da sich Wegmarkierungen ändern können, prüfen Sie vor der Wanderung die aktuelle Beschilderung.

Die beschriebenen Wegverläufe geben unterschiedliche Anhaltspunkte: Der Rheinhöhenweg führt von den Waldeckruinen durch das Tiefenbachtal hinab nach Sauerthal. Die Lorch–Burg-Nollig-Route steigt dagegen von Sauerthal in Richtung Hof Sauerberg und bietet einen Blick auf die Sauerburg. Prüfen Sie vor dieser Route sowohl die Wegbedingungen als auch mögliche Grenzen privaten Grundbesitzes. Der Rheinsteig ist über einen Verbindungsweg erreichbar; auch dessen aktuelle Wegweisung sollten Sie vorab kontrollieren.

Sauerburg und historische Spuren

Die Sauerburg erhebt sich oberhalb von Sauerthal in einem Seitental des Rheins, umgeben von bewaldeten Schluchten. Sie wurde 1355 erbaut und zwischen 1910 und 1912 teilweise rekonstruiert. Auch der Burggraben ist architektonisch bemerkenswert: Er ist teils in den Fels geschnitten, teils durch Mauerwerk gebildet. Die Sauerburg ist in Privatbesitz; klären Sie vor einem möglichen Besuch, ob Zugang möglich ist.

Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten zählen außerdem die katholische Pfarrkirche St. Anna, erbaut 1748, und der Sauerwasserbrunnen, der aus dem 12. Jahrhundert stammt. In St. Anna lenkt das Hochaltarretabel den Blick auf ein älteres Ausstattungsstück: Es datiert ungefähr auf 1670. Der Name Sauerthal bezieht sich auf kohlensäurehaltiges Quellwasser, das im Dorf gefunden wurde. Im Ortszentrum wird der Sauerbrunnen von vielen Einheimischen mit Gesundheit und Kraft verbunden. Wenn Sie ihn als konkretes Besuchsziel einplanen, erkundigen Sie sich lokal nach der aktuellen Besuchssituation.

Auch die Ortsgeschichte reicht weit zurück: Sauerthal wurde 1291 erstmals unter dem Namen „Surenburn“ schriftlich erwähnt. Schieferbergbau ist dort seit 1505 dokumentiert. Auf dem Friedhof befindet sich das Sandsteingrab des letzten Grafen Franz von Sickingen. Die Inschrift lautet „Er starb im Elend“. Wenn Sie das Grab aufsuchen möchten, prüfen Sie die Zugangssituation vor Ort.

Weitere Aktivitäten und regionaler Rahmen

Am Schießplatz des örtlichen Bogenschützenvereins lässt sich Bogenschießen ausprobieren. Erfragen Sie vorab, ob und wie ein Besuch möglich ist, denn Verfügbarkeit und Besuchsmodalitäten können sich ändern. Zusammen mit den Wanderwegen bietet diese Aktivität einen anderen Zugang zu Sauerthal als die Bau- und Ortsgeschichte.

Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Lahn umfasst der Rhein-Lahn-Kreis das rechtsrheinische Gebiet an der Lahnmündung, das Lahntal bis kurz vor Limburg bei Diez, die südlichen Ausläufer des Westerwaldes zum Lahntal hin sowie das nördliche Hochland des Taunus zwischen Rhein und Aar. Zu diesem regionalen Kontext gehört auch der römische Limes: Er durchzieht das Kreisgebiet; sichtbare Reste zählen zum UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes.

Weitere Reiseziele entdecken: Kamp-Bornhofen, Filsen, Dörscheid, Bornich, Osterspai, Kestert, Prath, Sankt Goarshausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Loreley.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.