Dom, Altpörtel und Judenhof geben Speyer klar unterscheidbare kulturhistorische Schwerpunkte. Dazu kommen Kunst- und Technikmuseen, ein Audio-Rundgang durch die Innenstadt und Wege zu markanten Aussichtspunkten. Ein großer Teil der Sehenswürdigkeiten liegt so nah beieinander, dass Sie Speyer bequem zu Fuß erkunden können.
Dom und Altpörtel: Baugeschichte und Aussicht
Der Dom zu Speyer ist mit einer Gesamtlänge von 134 Metern die größte romanische Kirche der Welt. Sein Bau begann in den 1020er Jahren unter Konrad II. mit dem Ziel, die größte Kirche seiner Zeit zu errichten. 1061 wurde der Dom nach mehr als 30 Jahren Bauzeit geweiht. Die Daten geben einen zeitlichen Rahmen für das Bauwerk, dessen Größe sich auch an seiner Gesamtlänge ablesen lässt.
Auf dem Südwestturm erreichen Besucher nach weiteren 214 Stufen eine Aussichtsplattform in 60 Metern Höhe. Bei guter Fernsicht kann der Blick bis zu 50 Kilometer weit reichen. Der Turmzugang kann je nach Betrieb variieren; prüfen Sie ihn daher vor einer geplanten Turmbesteigung.
Das 55 Meter hohe Altpörtel war einst das westliche Haupttor der mittelalterlichen Befestigung Speyers. Von dort eröffnen sich unter anderem Ausblicke auf die Gedächtniskirche, den Rhein und das Technik Museum Speyer. Damit verbinden sich an zwei markanten Bauwerken unterschiedliche Blickwinkel: der Ausblick vom Domturm und die vom Altpörtel genannten Stadtansichten.
Jüdisches Erbe im Judenhof
Seit 2021 gehört der Judenhof in Speyer gemeinsam mit den SchUM-Stätten in Worms und Mainz zum UNESCO-Welterbe. Die Mikwe im Judenhof ist die älteste Anlage ihrer Art nördlich der Alpen. Der Welterbe-Status und das Ritualbad eröffnen damit zwei konkrete Zugänge zur Geschichte dieses Ortes.
Das Museum SchPIRA zeigt original erhaltene Fenster, Architekturteile und Münzfunde aus der mittelalterlichen Synagoge und dem Ritualbad des Judenhofs. Die Ausstellungsstücke ergänzen den Blick auf die historische Anlage um erhaltene Bauteile und Fundstücke.
Kunstsammlungen und große Exponate
Das Museum Purrmann-Haus präsentiert die größte öffentliche Sammlung von Werken des Künstlerehepaares Hans Purrmann (1880–1966) und Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1876–1943) aus der Klassischen Moderne. Zu sehen sind rund 100 Gemälde, Aquarelle und Grafiken sowie Archivalien und persönliche Gegenstände. Einzelne Präsentationen können sich ändern; prüfen Sie bei konkreter Planung, was gerade zu sehen ist.
In der Städtischen Galerie Speyer finden jährlich mindestens sechs Ausstellungen statt. Die Ausstellung „Kreuz und Krone“ kann durch Führungen durch die Ausstellung, den Kaiserdom oder die Stadt Speyer ergänzt werden. Prüfen Sie bei konkreter Planung die Buchungsdetails.
Einen anderen Schwerpunkt setzt das Technik Museum Speyer: Auf seinem großen Freigelände präsentiert es unter anderem ein Unterseeboot der Bundesmarine, eine Antonov, das bis heute größte in Serie gebaute Propellerflugzeug und einen Jumbojet der Lufthansa. So lässt sich die Auswahl nach Interesse unterscheiden: Kunstsammlung und Ausstellungen auf der einen, große Technikobjekte auf der anderen Seite.
Rundgang und Wege durch die Stadt
Der Audio Guide von Speyer führt auf einem etwa drei Kilometer langen Rundgang durch die Innenstadt. Dabei begegnen Besuchern sechs Sehenswürdigkeiten sowie historische Gebäude und verborgene Orte. Der Rundgang verbindet markante Stationen mit weiteren Eindrücken aus der Innenstadt.
Für Wege zu Fuß ist die Nähe vieler Sehenswürdigkeiten ein praktischer Orientierungspunkt: Ein großer Teil davon liegt so nah beieinander, dass sich die Stadt bequem zu Fuß erkunden lässt. Tagsüber verbindet der City-Shuttle der Buslinie 561 den Bahnhof mit dem zentralen Parkplatz auf dem Festplatz. Er fährt im Zehn-Minuten-Takt direkt am Dom vorbei, durch die Maximilianstraße und unter dem Altpörtel hindurch. Da es sich um betriebliche Fahrplanangaben handelt, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
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