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Worms lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Themen entdecken: jüdisches Erbe, romanische Baukunst, mittelalterliche Spuren und Land Art. Diese Vielfalt bietet verschiedene Ansatzpunkte für die Reiseplanung. Sie können historische Zusammenhänge in den Mittelpunkt stellen oder sich für Architektur, Sammlungen und gestaltete Landschaft interessieren.

Jüdisches Erbe in Worms

Das Jüdische Museum im Raschi-Haus zeigt eine breit gefächerte Sammlung zur Religion und zum Alltag der jüdischen Gemeinde in Worms vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. An der Anlage von Synagoge und Mikwe gehören die Synagoge, die Frauenschul, weitere Anbauten sowie Teile des heutigen Raschi-Hauses zum UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms, Mainz – Jüdisches Erbe für die Welt. Auch der Jüdische Friedhof Heiliger Sand ist Bestandteil dieses Welterbes.

Für Gruppen wird eine einstündige Kombiführung durch das Jüdische Museum, die Synagoge und die Mikwe für höchstens zehn Personen angeboten. Wenn Sie diese Führung einplanen, prüfen Sie die Angaben zum Angebot vor Ihrer Reise.

Kunstsammlungen und romanische Baukunst

Das Museum Heylshof setzt einen kunstbezogenen Schwerpunkt. Seine bedeutende Sammlung umfasst Malerei, Bildhauerei und Zeichnungen ebenso wie Kunstgewerbe, insbesondere Glas und Keramik. Cornelius Wilhelm und Sophie von Heyl trugen die Sammlung vor allem seit ihrer Hochzeit im Jahr 1867 zusammen. Damit steht neben der Geschichte der jüdischen Gemeinde eine eigene Perspektive auf Kunst und Sammlungsgeschichte.

Der Wormser Dom St. Peter gehört gemeinsam mit den Domen in Mainz und Speyer zu den großartigsten Schöpfungen romanischer Kirchenbaukunst. Zugleich steht der Dom im Zusammenhang mit dem Reichstag zu Worms von 1521, bei dem Martin Luther Kaiser Karl V. gegenübertrat. Er bildet außerdem die Hauptkulisse der jährlich stattfindenden Nibelungen-Festspiele.

Eine weitere romanische Kirche ist St. Paulus: Die Stiftskirche ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika. Bischof Burchard ließ sie ab 1002 anstelle der Stammburg der Salier errichten. Auch das Lutherdenkmal verweist auf die Reformationsgeschichte der Stadt. Ernst Rietschel schuf das Denkmal, das am 25. Juni 1868 enthüllt wurde. Neben dem internationalen Reformationsdenkmal in Genf gilt es als weltweit größtes Reformationsdenkmal.

Mittelalterliche Spuren und gestaltete Landschaft

Rund um das Zentrum von Worms lassen sich immer wieder Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer entdecken. Wer den Blick von den Bauwerken auf eine gestaltete Grünanlage lenken möchte, findet im Wormser Stadtteil Herrnsheim den Schlosspark von Schloss Herrnsheim. Der 10,5 Hektar große Park gilt als der bedeutendste englische Landschaftsgarten in Rheinland-Pfalz.

Am Wormser Rheinufer liegt Kriemhilds Rosengarten, ein begehbares Land-Art-Kunstwerk, das sich im Jahreslauf verändert. Der Künstler Eichfelder konzipierte es in Anlehnung an das um 1230 entstandene Epos „Rosengarten zu Worms“. Hier treffen eine zeitgenössische künstlerische Form und ein literarischer Bezug aufeinander; der Wandel im Jahreslauf gehört zum beschriebenen Charakter des Werks.

Worms für Ihre Unterkunftssuche

Wenn Sie ein Hotel in Worms suchen, kann ein inhaltlicher Schwerpunkt den Aufenthalt prägen: etwa jüdisches Erbe und Sammlungen, romanische Architektur und Reformationsgeschichte oder Stadtmauer und Land Art. Überlegen Sie zunächst, welche dieser Perspektiven Sie besonders interessiert. Das gibt Ihrer Reiseplanung einen roten Faden, ohne alle Themen zu einem einzigen Besuchsprogramm zusammenzufassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Heppenheim An Der Wiese, Abenheim, Speyer, Neustadt An Der Weinstraße, Mainz, Zweibrücken, Frankenthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rheinland Pfalz.

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