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Geschichte und Baukultur

Ein prägnanter Ausgangspunkt für die Geschichte von Heppenheim an der Wiese ist der Jüdische Friedhof Worms-Heppenheim. Seit dem 7. November 1990 ist die Anlage eine geschützte Denkmalzone. Sie bewahrt 18 Gräber mit 24 Bestattungen sowie geostete Grabsteine aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Der Friedhof ist der letzte Hinweis auf die ehemalige jüdische Gemeinde in Heppenheim und ein Denkmal deutsch-jüdischer Geschichte. Die Zahlen bezeichnen unterschiedliche Einheiten: 18 Gräber stehen 24 Bestattungen gegenüber.

Auch die Kirchen zeigen verschiedene Seiten der örtlichen Bau- und Religionsgeschichte. Die evangelische Pfarrkirche in Heppenheim an der Wiese ist ein Saalbau aus dem späten 16. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert umgebaut; ihr Wehrturm besitzt Schießscharten. Die katholische Kirche St. Laurentius in Worms-Heppenheim ist dem heiligen Laurentius geweiht. Das Heppenheimer Feldsteinkreuz „Heiliges Kreuz“ ist ebenfalls ein Kulturdenkmal.

Weitere Ortsmerkmale und Radwege

Zur Ortslandschaft gehören auch kulturhistorische und natürliche Merkmale. Südlich von Heppenheim an der Wiese befinden sich zwei Trulli in den Gewannen Bösgewann und Erpelrain. Westlich des Ortes wurden Reste eines römischen Gutshofs mit Haupt- und Nebengebäuden sowie einer Umfassungsmauer entdeckt. Auf der nordwestlichen Ortsseite befindet sich eine Schwefelquelle. Trulli und Gutshofreste sind bauliche Zeugnisse; die Schwefelquelle ergänzt diese Perspektive als natürliches Merkmal.

Für Radfahrende ist der Kirchhofplatz ein präziser gemeinsamer Bezugspunkt: Dort kreuzen sich der Barbarossa-Radweg und der Salier-Radweg. Die A61 ist über die Ausfahrt „Worms“ in etwa fünf Minuten erreichbar.

Feste und ergänzende Kultur in Worms

Zum lokalen Festgeschehen gehören zwei Anlässe. Die Aktive Einheit Heppenheim richtet jährlich ein Sommerfest aus. Das Maifest in Heppenheim ist eine gemeinsame Veranstaltung mehrerer Vereine und Verbände der Eisbachtalgemeinde. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf eines der Feste abstimmen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.

Im übergeordneten Reiseziel Worms kommt ein eigener kulturhistorischer Rahmen hinzu. Das Jüdische Museum im Raschi-Haus zeigt eine breit gefächerte Sammlung zur Religion und zum Alltag der jüdischen Gemeinde in Worms vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. An der Anlage von Synagoge und Mikwe gehören die Synagoge, die Frauenschul, weitere Anbauten sowie Teile des heutigen Raschi-Hauses zum UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms, Mainz – Jüdisches Erbe für die Welt. Der Friedhof erinnert an die ehemalige jüdische Gemeinde in Heppenheim; Museum und Welterbe-Bestandteile sind Kulturthemen des übergeordneten Reiseziels Worms.

Ein weiterer historischer Bezugspunkt in Worms ist der Dom St. Peter. Er steht im Zusammenhang mit dem Reichstag zu Worms von 1521, bei dem Martin Luther Kaiser Karl V. gegenübertrat. Das Museum Heylshof in Worms besitzt eine bedeutende Sammlung von Malerei, Bildhauerei und Zeichnungen sowie von Kunstgewerbe, insbesondere Glas und Keramik. Cornelius Wilhelm und Sophie von Heyl trugen die Werke vor allem seit ihrer Hochzeit im Jahr 1867 zusammen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Worms.

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