Naurath (Eifel) liegt in einem Becken, das vom Meulenwald umgeben ist, und zugleich am südlichen Fuß der Eifelerhebungen. Weitläufige Waldflächen prägen den Ort; die Mosellandschaft liegt etwa zwölf Kilometer entfernt. Naurath dient als Ausgangspunkt für Wanderungen im Meulenwald. Damit stehen Wald und Ortsgeschichte als unterschiedliche Reiseinteressen nebeneinander.
Meulenwald: Wege und Landschaft
Die Eifelsteig-Erlebnisschleife Meulenwaldroute führt tief in den Wald, an sprudelnden Mineralquellen vorbei, und verbindet Waldabschnitte mit den Tälern von Bendersbach, Gumbach, Gladbach und Salm. Die 34 Kilometer lange Route ist durchgehend markiert und wird für zwei Tage empfohlen. Das gibt Ihnen einen konkreten Zeitrahmen für die Tourenplanung. Mountainbike-Route 2 bietet eine andere Herausforderung: Sie ist technisch leicht, konditionell jedoch mittel anspruchsvoll; ein langer Waldabschnitt verläuft durch das Buntsandsteingelände des Meulenwalds. Die technische Einstufung und der Konditionsanspruch beantworten unterschiedliche Fragen – berücksichtigen Sie beides getrennt. Aktuelle Trailbedingungen können variieren; prüfen Sie sie vor der Abfahrt.
2012 wurde der Meulenwald für seine nachhaltige, naturnahe und multifunktionale Bewirtschaftung als Wald des Jahres ausgezeichnet. Die Auszeichnung richtet den Blick auf den Umgang mit dem Wald, neben den Wegen und Routen durch ihn.
Spuren der Ortsgeschichte
Das ehemalige Hofhaus in der Kirchstraße 14 ist ein stattliches Kreuzungshaus aus dem Jahr 1825. Es stammt aus der Zeit, in der die Grafen von Kesselstatt Naurath verwalteten. Bereits 1465 gab es in Naurath, damals Nuinrait genannt, Bergwerke, in denen Erz gewonnen wurde. So stehen die Bau- und Verwaltungsgeschichte des 19. Jahrhunderts und der Erzabbau des 15. Jahrhunderts als zwei verschiedene Zeitmarken nebeneinander.
Im Ortszentrum ist das Brunnenhaus am Brunnenplatz mit seiner Brunnenstube ein seltenes Relikt des ländlichen Dorflebens. Das Merkmal wird dem 19. Jahrhundert zugeordnet. Zusammen mit dem Hofhaus gibt es Ihnen einen weiteren Zugang zur Baugeschichte des Ortes.
Besuche und Brauchtum
Die St.-Elisabeth-Kirche wurde im Juli 2026 nach umfassender Renovierung für Besuche und Gottesdienste wiedereröffnet. Prüfen Sie vor einem Besuch den öffentlichen Zugang. Gegenüber dem ehemaligen Hofhaus bietet eine Brauerei Besuche an; die Besuchsarrangements können variieren, daher sollten Sie sie vor der Reise prüfen.
Bei einem alten Brauch am Kirmesmontag im November wird ein Hahn zum Kuckuck erklärt. Die konkrete jährliche Ausgestaltung kann variieren. Wenn Sie die Kirmes gezielt einbeziehen möchten, prüfen Sie die Termine vor der Reise.
Den Aufenthalt planen
Die Empfehlung von zwei Tagen bezieht sich auf die 34 Kilometer lange Erlebnisschleife, nicht automatisch auf die Dauer des gesamten Aufenthalts. Die Wanderroute und die Ortsgeschichte bilden damit unterschiedliche Planungsschwerpunkte.
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