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Immerath gehört zur Ferienregion „Rund ums Pulvermaar“ und hat keinen Durchgangsverkehr; das trägt zur Ruhe im Dorf bei. Einen prägnanten Einstieg in den Ort bietet das Immerather Maar: Es verbindet vulkanische Entstehungsgeschichte mit einem geschützten Naturraum. Hinzu kommen Wanderwege und lokale Kulturorte, die dem Ziel neben der Landschaft weitere Themen geben.

Das Immerather Maar als Landschaft und Lebensraum

Das Immerather Maar ist ein Maarsee ohne Zufluss. Sein Wasser wird durch Niederschlag, Oberflächenwasser und Grundwasser gespeist. Auf 66 Hektar umfasst das Gebiet Ufer-, Flachmoor- und Wiesenlebensräume, die Pflanzen und Tieren als Rückzugsräume dienen. Seltene Vögel, Frösche, Libellen und Schmetterlinge haben hier ihren Lebensraum. Das Maar entstand vor etwa 40.000 bis 70.000 Jahren und ist außerdem Stopp 21 auf der Deutschen Vulkanstraße. Im Naturschutzgebiet am Immerather Maar sind Baden und andere Wassersportarten verboten.

Wanderwege und Stationen in Immerath

Der Wendelinus Wanderweg führt als etwa 12 Kilometer lange Runde um Immerath und bietet mehrere Aussichtspunkte. Er verläuft auf historischen Mühlenpfaden durch Eifelwälder und erreicht Abschnitte der Üßbach. So treffen auf der Route verschiedene Landschaftselemente aufeinander: Wald, Bachabschnitte und Ausblicke. Die Längenangabe ist ein Richtwert; vor dem Start können Sie aktuelle Hinweise zum Wegezustand prüfen.

Eine andere Art, die Umgebung kennenzulernen, bietet der Parcours der Sinne mit 15 Erlebnisstationen in und um Immerath. Anders als beim Wanderweg stehen hier einzelne Stationen im Mittelpunkt. Beide Angebote setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: eine längere Runde durch die Landschaft und einen Parcours mit mehreren Sinnesstationen.

Kapelle, Schulmuseum und Ortsgeschichte

Die Dreifaltigkeitskapelle ist das Wahrzeichen Immeraths und eröffnet einen Blick über das Dorf im Maarbecken. Das Schulmuseum Immerath befindet sich in einem historischen Fachwerkgebäude aus etwa 1770, das bis 1910 als Schule diente. Das frühere Schul- und Backhaus beherbergt außerdem zwei funktionierende Öfen. So stehen an diesem Ort die frühere schulische Nutzung und die Backhausfunktion nebeneinander.

Zur örtlichen Tradition gehören Prozessionen der Dorfgemeinschaft mit musikalischer Begleitung entlang eines steinernen Kreuzwegs bis zur Dreifaltigkeitskapelle. Der Weg und sein Ziel geben der Überlieferung einen konkreten Bezug zum Ortsbild und zur Kapelle.

Praktische Orientierung

Wer am Immerather Maar angeln möchte, benötigt einen Fischereischein; Baden und andere Wassersportarten sind im Naturschutzgebiet am Maar verboten. Da sich Erlaubnisregelungen und Ansprechpartner ändern können, empfiehlt es sich, diese vorab zu prüfen. In der Nähe des Maares bietet eine Schutzhütte bei schlechtem Wetter Zuflucht.

Einordnung in die Vulkaneifel

Im übergeordneten Reiseziel Vulkaneifel sind bisher 77 Maare nachgewiesen. Zudem wurden dort 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor ungefähr 10.900 Jahren stattfand. Im Vergleich dazu reicht die Entstehung des Immerather Maares mit etwa 40.000 bis 70.000 Jahren weiter zurück. So begegnen sich in der Vulkaneifel vulkanische Spuren aus unterschiedlichen Zeitabschnitten.

Weitere Reiseziele entdecken: Schönbach, Utzerath, Mehren, Dockweiler, Brockscheid, Udler, Meisburg, Betteldorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Daun.

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