Am Giesenheld treten feinkörnige Vulkanasche, Lapilli mit Glimmerkristallen und erstarrte Basaltsäulen hervor. Dazu kommen in Dohm-Lammersdorf eine erhaltene Mauer der früheren Burganlage und historische Kirchen in Dohm und Lammersdorf. Die verschiedenen Themen geben einem Aufenthalt einen klaren Schwerpunkt: Geologie, Ortsgeschichte und sakrale Kunst lassen sich anhand konkreter Details entdecken.
Geologie am Giesenheld
Am Rand von Dohm liegt der geologische Aufschluss Giesenheld. Dort treten feinkörnige Vulkanasche und Lapilli mit Glimmerkristallen zutage. Hangaufwärts sind Basaltströme vom Schlot und von Nebenkratern als erstarrte Säulen zu sehen. Giesenheld ist Aufschlusspunkt 3 des Geo-Pfads und gilt als Anziehungspunkt für Wanderer und Besucher. Feines vulkanisches Material und säulenförmig erstarrter Basalt geben dem geologischen Thema zwei konkrete Facetten.
Als regionaler Rahmen kommt die Vulkaneifel hinzu. Dort sind bisher 77 Maare nachgewiesen; außerdem wurden 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Diese Zahlen geben eine weitere Perspektive auf den Vulkanismus, während Giesenheld den Blick auf einzelne Gesteinsformen am Ort lenkt.
Burgspuren und Ortsgeschichte
Auf Dohms Kirchenberg stand früher eine Burg. Von der Anlage ist eine gebogene Bruchsteinmauer erhalten, rund vier Meter hoch und etwa 20 Meter lang. Dohm wird erstmals 1301 erwähnt; die Erwähnung steht in einem Lehenszusammenhang mit dem Ritter Fridericus von Daun und dessen Diensten auf Burg Manderscheid. Eine Schenkungsurkunde vom 15. August 1454 erwähnt das Dorf im Zusammenhang mit Arnold von Densborn.
Kirchenkunst in Dohm und Lammersdorf
Sankt Remigius in Dohm besitzt einen teilweise romanischen Turm; dessen obere Teile stammen aus dem Jahr 1862. Am Kirchenstandort befinden sich etwa 15 Grabkreuze aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, außerdem ist dort ein Sandsteinschaftkreuz auf 1846 datiert. Zur Ausstattung gehören ein Rokokoaltar und eine Lindenholzfigur des heiligen Rochus aus dem 17. Jahrhundert.
Sankt Lukas in Lammersdorf hat einen dreigeschossigen spätmittelalterlichen Chorturm. Im Inneren stehen ein hölzerner Säulenaltar aus dem frühen 18. Jahrhundert mit einer Statue des heiligen Lukas sowie Holzfiguren der Jungfrau Maria und des heiligen Antonius aus dem 17. Jahrhundert. An der hölzernen Eingangstür im Erdgeschoss des Glockenturms der Lammersdorfer Lukaskapelle sind christliche Symbole angebracht. Eine Kapelle in Lammersdorf ist bereits 1316 als Filialkirche überliefert; sie könnte ein Vorgängerbau der heutigen gewesen sein. Das heutige Kirchenschiff soll aus dem Jahr 1795 stammen.
Wandern, Radfahren und regionale Einkehr
Eifelsteig und Geo-Pfad sind Dohm-Lammersdorf als Wanderangebote zugeordnet; zum Radfahren gehört der Kylltal-Radweg. Die Kyll fließt durch Dohm-Lammersdorf; die Gemeinde zählt zu den 15 Ortsgemeinden, durch die der Fluss im Gerolsteiner Land verläuft. Eine regionale Radtour führt auf dem Kyll-Radweg an Dohm-Lammersdorf vorbei und nennt Müllich's Hof als Stopp für Eifel-Spezialitäten und hausgemachte Kuchen. So lassen sich geologische Entdeckungen, Baugeschichte und Radfahrthemen als unterschiedliche Interessen für die Reiseplanung einordnen.
Weitere Reiseziele entdecken: Loogh, Bolsdorf, Kerpen, Üxheim, Oberbettingen, Basberg, Berndorf, Oberehe-Stroheich.
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