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Girod verbindet eine markante Tonlandschaft mit der Geschichte des Eisenbachs und historischen Sakralbauten in Girod und Kleinholbach. So stehen hier Rohstoffgewinnung, Mühlen und Kirchenbau als unterschiedliche Themen nebeneinander. Im übergeordneten Reiseziel Westerwald kommen weitere Natur-, Museums- und Wanderziele hinzu.

Tonabbau und Landschaft in Girod

Zu Girods charakteristischer Tonlandschaft gehören die Tonvorkommen der Gemeinde und der fortlaufende, stufenförmige Tagebau von Westerwälder Ton. Der Ton wird auch „weißes Gold“ genannt. Rohstoff und Abbauform prägen das Landschaftsbild; der Tagebau gehört zur heutigen Landschaft Girods.

Der Eisenbach und seine Mühlen

Der Eisenbach fließt durch Girod und Kleinholbach und ist im Gemeindewappen dargestellt. Entlang des Bachs sind fünf Mühlen historisch bekannt: Schultheißenmühle, Struthmühle, Dollmühle, Michelmühle und Freimühle. Einige sind teilweise erhalten. Die Namen geben der Mühlengeschichte konkrete Anhaltspunkte; zugleich gehören Fluss, Wappen und Mühlen zu unterschiedlichen Facetten der lokalen Kultur- und Landschaftsgeschichte. Gerade diese Verbindung von einem Bachlauf und den überlieferten Mühlennamen macht das Thema eigenständig neben dem Tonabbau.

Kirchen in Girod und Kleinholbach

Auch die Baugeschichte lässt sich beiden Ortsteilen zuordnen. St. Jakobus in Girod wurde 1786 an der Stelle einer früheren Kapelle wiederaufgebaut. Die heutige St.-Peter-und-Paul-Kapelle in Kleinholbach entstand 1771. Die beiden Daten zeigen unterschiedliche Baugeschichten: In Girod wurde ein Kirchenbau auf einem älteren Kapellenstandort neu errichtet, während die Kapelle in Kleinholbach aus dem Jahr 1771 stammt. Zusammen geben die Bauwerke einen konkreten historischen Rahmen für Girod und Kleinholbach.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Westerwald

Im Westerwald setzt der Stöffel-Park einen eigenen Schwerpunkt. Das rund 140 Hektar große Gelände eines ehemaligen Basaltsteinbruchs verbindet Industriekultur, Erdgeschichte und Natur. Im TERTIÄRUM sind Fossilien zu sehen, darunter die berühmte „Stöffelmaus“, die rund 25 Millionen Jahre Erdgeschichte dokumentieren. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel Westerwald neben dem Tonmotiv Girods auch Basalt, Industriegeschichte und Fossilien als Themen zur Auswahl.

Das Keramikmuseum Westerwald widmet sich der Geschichte der Arbeit mit Ton. Die Anfänge der ausgestellten Objekte liegen meist in einer Westerwälder Tongrube. In der gut ausgestatteten Museumswerkstatt können Sie unter fachkundiger Anleitung selbst kreativ werden. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Workshoptermine und Buchungsbedingungen. Das Museum bietet so einen weiteren Blick auf Ton im Westerwald, während Girods eigener Bezug durch Tonvorkommen und Tagebau geprägt ist.

Wandern im Westerwald

Für die Planung längerer Wanderungen unterscheiden sich der WesterwaldSteig und der Druidensteig in Länge und Etappengliederung. Der WesterwaldSteig führt über 235 Kilometer durch den Westerwald und umfasst 16 Etappen. Der Druidensteig verläuft über 94 Kilometer in sieben Tagesetappen durch sieben Flusstäler; entlang der Strecke gibt es mehr als 30 Geo-Informationspunkte. Diese Angaben bieten einen Vergleich des Umfangs und der thematischen Orientierung der beiden Fernwanderwege. Prüfen Sie vor einer konkreten Tour den aktuellen Routenplaner und die Angaben zu Etappen und Geo-Informationspunkten.

Weitere Reiseziele entdecken: Molsberg, Alpenrod, Bilkheim, Steinebach An Der Wied, Neustadt/Westerwald, Selters, Westerburg, Kadenbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westerwald.

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