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Wer Korb als Ziel für einen Aufenthalt erwägt, kann zwei Interessen miteinander verbinden: historische Bauformen und Wanderwege. Die Denkmalzone an der Hachenburger Straße macht die Architektur konkret; die Etappen des Kölner Weges und des WesterwaldSteigs setzen unterschiedliche landschaftliche Akzente. Für die Planung lohnt es sich, diese Themen getrennt zu betrachten und danach zu entscheiden, welcher Schwerpunkt den Aufenthalt prägen soll.

Fachwerk und historische Bauformen

An der Hachenburger Straße in Unnau-Korb umfasst eine Denkmalzone eine Gruppe von Quereinhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Bis auf Hausnummer 16 sind sie giebelständig; die Häuser bestehen aus Fachwerk und sind teilweise verkleidet. Giebelständig bedeutet, dass die Giebelseite zur Straße weist. So lässt sich die Gruppe nach ihrer Ausrichtung betrachten, während Fachwerk und Verkleidung einen weiteren Blick auf die Bauweise eröffnen.

Ein einzelnes Gebäude mit früherer Funktion ist die ehemalige Schule am Wiesenweg 3. Der eingeschossige Fachwerkbau stammt von 1878 und ist verschiefert. Zur Baugeschichte von Unnau-Korb gehört außerdem ein Bahnhofs-Empfangsgebäude mit Güterschuppen aus der Zeit um 1885. Zusammen stehen diese Bauwerke für unterschiedliche Aufgaben: Wohnhäuser, eine Schule und ein Bahnhofsgebäude. Sie geben der Ortsgeschichte mehrere konkrete architektonische Bezugspunkte.

Ortsname und frühere Gewerbe

Auch ein Ortsname und frühere Gewerbe ergänzen das Bild. Kalkofenseifen erhielt seinen Namen von einem 1697 bei Korb erwähnten Kalkofen. Unterhalb von Korb wurde 1725 ein Eisenreckhammer mit Drahtzug und Nagelschmiede betrieben. Die beiden historischen Spuren unterscheiden sich: Der Kalkofen ist mit dem Namen Kalkofenseifen verbunden, während beim Eisenreckhammer Drahtzug und Nagelschmiede zum Betrieb gehörten. Damit lässt sich Korbs Geschichte nicht nur über Gebäude, sondern auch über frühere gewerbliche Tätigkeiten einordnen.

Wanderwege und ihre unterschiedlichen Akzente

Eine Etappe des Kölner Weges beginnt am Bahnhof Unnau-Korb. Am Ortseingang von Korb verläuft sie am Wäschbach entlang und führt weiter in den Hohen Westerwald. Sie gilt als kurze, einfache Wanderung mit zahlreichen Aussichtspunkten und eignet sich auch für Radfahrer. Startpunkt, Verlauf und beschriebener Charakter geben dieser Etappe einen konkreten Rahmen.

Der WesterwaldSteig führt über Wiesenwege durchs Wäschbachtal nach Unnau-Korb. Unterwegs reicht die Aussicht bis zum Monsberg; Unnau-Korb ist mit der Bahn angebunden. Im Vergleich liegt der Schwerpunkt hier auf dem Weg durch das Tal und dem Ausblick, während beim Kölner Weg der Start am Bahnhof und der Verlauf am Wäschbach in Richtung Hoher Westerwald Orientierung geben. So können Sie die Wege danach unterscheiden, welcher Verlauf und welche Landschaftsbezüge für Ihre Planung zählen.

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