Das frühere Kupfererzbergwerk Steinchen gibt Kunderts Ortsgeschichte einen klaren Zeitrahmen: Es wurde von 1896 bis 1926 betrieben. Zugleich liegt Kundert innerhalb des Natur- und Landschaftsschutzgebiets Kroppacher Schweiz. Auch die Quellgebiete von Lauterbach, Selbach und Erchebach liegen in der Gemarkung Kundert. So kommen hier Ortsgeschichte, Gewässerursprünge und eine geschützte Landschaft zusammen.
Landschaft und Geschichte in Kundert
Die Bergbaugeschichte und die Landschaft sind zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie Kundert als Reiseziel auswählen. Die Zeitangabe zur Grube Steinchen ordnet den Kupfererzbergbau historisch ein; die Lage im Schutzgebiet beschreibt den Landschaftsbezug des Ortes. Die Bäche ergänzen dieses Bild um konkrete Namen und Quellgebiete. Diese Details machen Kundert für Reisende interessant, die neben der Landschaft auch die Ortsgeschichte in ihre Entscheidung einbeziehen möchten.
Im übergeordneten Reiseziel Westerwald
Der Blick auf das übergeordnete Reiseziel Westerwald eröffnet weitere landschaftliche und kulturelle Themen. Die Kroppacher Schweiz bietet bewaldete Hänge, stille Flusstäler und Aussichtspunkte über das Nistertal. Außerdem gibt es dort zahlreiche Wander- und Radwege durch eine weitgehend naturnahe Landschaft. Diese regionale Perspektive ergänzt die Ortsgeschichte Kunderts, ohne die Angebote der weiteren Region mit Merkmalen des Ortes gleichzusetzen.
Für Wanderungen unterscheiden sich der WesterwaldSteig und der Druidensteig deutlich in ihrer ausgewiesenen Länge und Etappenzahl. Der WesterwaldSteig misst 235 Kilometer und umfasst 16 Etappen. Er ist als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert und zählt zu den Top Trails of Germany. Der Druidensteig verläuft über 94 Kilometer in sieben Tagesetappen durch sieben Flusstäler; entlang der Strecke gibt es mehr als 30 Geo-Informationspunkte. Länge und Etappenzahl geben einen ersten Vergleich des Umfangs, ersetzen aber keine konkrete Tourenplanung. Prüfen Sie vor der Abreise den aktuellen Routenplaner des WesterwaldSteigs. Auch den Zertifizierungs- und Top-Trails-Status sollten Sie bei einer späteren Planung erneut prüfen; die interpretative Infrastruktur des Druidensteigs kann sich verändern.
Geologie und Naturgeschichte stehen im Stöffel-Park im Mittelpunkt: Das rund 140 Hektar große Gelände eines ehemaligen Basaltsteinbruchs verbindet Industriekultur, Erdgeschichte und Natur. Im TERTIÄRUM sind Fossilien zu sehen, darunter die berühmte Stöffelmaus. Sie dokumentieren rund 25 Millionen Jahre Erdgeschichte. Für einen anderen Landschaftseindruck gibt es im Westerwald die Holzbachschlucht, ein etwa einen Kilometer langes Durchbruchstal mit bis zu 30 Meter hohen Basaltwänden. Die Westerwälder Seenplatte ist ein Naturgebiet mit sieben Weihern; die Fuchskaute ist mit 657 Metern die höchste Erhebung des Westerwaldes.
Auch Kultur und Handwerk bieten eigene Anknüpfungspunkte im Westerwald. Die historische Innenstadt von Hachenburg ist durch restaurierte Fachwerkhäuser rund um den Alten Markt geprägt; zum historischen Ambiente gehört der Löwenbrunnen. In der Hachenburger Erlebnis-Brauerei werden Bier-Erlebnis-Touren und Braukurse angeboten. Individuelle Termine können telefonisch vereinbart werden; prüfen Sie die aktuellen Buchungsmöglichkeiten direkt bei der Brauerei. Das Keramikmuseum Westerwald widmet sich der Geschichte der Arbeit mit Ton. Die ausgestellten Objekte stammen meist aus einer Tongrube im Westerwald. In der Museumswerkstatt können Besucherinnen und Besucher unter fachkundiger Anleitung selbst kreativ werden. Informieren Sie sich vor der Reise über das Werkstattprogramm und die Buchungsbedingungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Rennerod, Brandscheid, Niedersayn, Hundsdorf, Pottum, Westernohe, Luckenbach, Niederelbert.
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