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Welschneudorf verbindet eine Hochflächenlandschaft mit einer langen Geschichte der Holzkohleherstellung. Mehr als 400 Meilerplätze liegen in den Wäldern; die Köhlerrunde führt außerdem zu archäologischen Spuren einer keltischen Höhensiedlung, eines mittelalterlichen Hohlwegesystems und des römischen Limes. Für die Tagesplanung lohnt der Blick auf die verschiedenen Ausgangspunkte: Die Köhlerrunde beginnt am Dorfplatz, die Lahn-Westerwald-Schleife an der Kurfürstenhalle.

Hochfläche, Täler und Wald

Die Hochfläche von Welschneudorf wird im Westen vom Emsbachtal, im Osten vom Gelbachtal und im Süden vom Lahntal bei Nassau begrenzt. Bäche der Hochfläche schneiden sich in tiefe, teils stark gewundene Schluchten in Richtung der umliegenden Täler. Wald bedeckt 60 Prozent der Gemeindefläche. Das Naturwaldreservat Stelzenbach ist als Ort für Umweltbildung und Naturerfahrung ausgewiesen.

Holzkohle und Ortsgeschichte

Die Waldgeschichte reicht über unterschiedliche Zeiträume: Holzkohle wurde vor mehr als 2.500 Jahren in Welschneudorf hergestellt, unter anderem für Gebrauchskeramik; die mehr als 400 Meilerplätze im Wald stammen hauptsächlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Wallonische Köhler siedelten sich nach dem Dreißigjährigen Krieg in Welschneudorf an und ergänzten den älteren Namen Neudorf um „Welsch“.

Das Kurtrierische Jagdzeughaus wurde 1707 errichtet und beherbergt heute die Kirche und die Kurfürstenhalle. Die Kirche St. Johannes Baptist wurde 1829 im ehemaligen Jagdzeughaus geweiht. Damit gehören zur Ortsgeschichte sowohl die Herkunft des Namens als auch ein Bauwerk mit mehreren heutigen Nutzungen.

Die Köhlerrunde und ihre Stationen

Die Köhlerrunde umfasst 12 Stationen und beginnt und endet am Dorfplatz Welschneudorf. Zu ihren Stationen zählen eine keltische Höhensiedlung, ein mittelalterliches Hohlwegesystem und Reste des römischen Limes. Außerdem führt sie an Drei Kreuze, Wildgraben, Basaltsteinbruch und Alexanderturm vorbei. QR-Codes entlang der Route bieten Hintergrundinformationen für Erwachsene und Kinder.

Die ARGO-Augmented-Archaeology-App zeigt rund um den Dielkopf auf der Köhlerrunde ein 3D-Modell eines Holzkohlemeilers und die Rekonstruktion einer keltischen Höhenbefestigung. Verfügbarkeit und digitale Inhalte können sich ändern; prüfen Sie beides vor Ihrer Planung.

Anreise und unterschiedliche Startpunkte

Die Köhlerrunde erreichen Sie mit der Buslinie 456 vom Montabaurer ICE-Bahnhof, vom Bahnhof Bad Ems oder vom Bahnhof Nassau. Steigen Sie in Welschneudorf Rathaus aus; der Tourstart ist am Dorfplatz. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.

Die Lahn-Westerwald-Schleife beginnt in Welschneudorf am Parkplatz bei der Kurfürstenhalle. Von Montabaur erreichen Sie diesen Startpunkt mit dem Auto über die L327. Die Route verläuft durch den südwestlichen Westerwald und erreicht die Gelbachhöhen nahe Welschneudorf. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Wegbedingungen; auch die Parkmöglichkeiten am Start können sich ändern.

Für die Routenwahl sind damit auch die Anreisearten unterscheidbar: Die Köhlerrunde ist per Buslinie 456 erreichbar, während die Lahn-Westerwald-Schleife am Parkplatz bei der Kurfürstenhalle beginnt und von Montabaur per Auto über die L327 erreicht wird. Wenn Sie beide Wege während eines Aufenthalts berücksichtigen, planen Sie die Anreise für jeden Startpunkt passend.

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