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Südliches Anhalt lässt sich über unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: jüdische und industrielle Ortsgeschichte, Mühlen, Heimatstuben und Wege durch geschützte Landschaften. Die Auswahl hilft dabei, einen Aufenthalt nach den eigenen Interessen zu ordnen, statt alle Ziele als ein einziges Programm zu behandeln. Bei der Wahl einer Unterkunft lohnt es sich, zuerst festzulegen, ob Sie vor allem Ortsgeschichte, eine Wanderung oder einzelne Kulturziele in den Mittelpunkt stellen. Prüfen Sie anschließend, welche Lage zu den von Ihnen geplanten Besuchen passt.

Ortsgeschichte und Mühlen

In Gröbzig stehen unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte im Mittelpunkt. Das Museum Synagoge Gröbzig widmet sich der jüdischen Geschichte der Stadt. Das Spinndüsenmuseum behandelt die Herstellung von Spinndüsen, die sich über mehr als ein Jahrhundert erstreckt. Im Schlossturm, der vor Ort auch „Mauseturm“ genannt wird, ist das Heimatmuseum untergebracht. So führen die Themen von der jüdischen Geschichte über die Industriegeschichte bis zur lokalen Überlieferung.

Eine weitere historische Station ist die rekonstruierte Bockwindmühle Libehna. Sie kann besichtigt werden und gilt besonders für Schulklassen als Ausflugsziel. Die erhaltene Mühle wird auf 1814 datiert. Da sich die Zugangsarrangements ändern können, empfiehlt es sich, die Besuchsmöglichkeiten vorab zu prüfen.

Auch Heimatstuben bieten einen Zugang zur Ortsgeschichte, jeweils mit eigenem Schwerpunkt: Die Heimatstube in Quellendorf beherbergt Dokumente von Zeitzeugen und zu historischen Anlässen. In Radegast ist die Heimatstube ein Ziel für alle, die sich für die lokale Geschichte interessieren.

Radegast: Wanderroute und geschützte Landschaft

Radegast grenzt im Südosten an das Naturschutzgebiet Cösitzer Teich und im Süden an das Landschaftsschutzgebiet Fuhneaue. Das FFH-Gebiet Wiesen und Quellbusch bei Radegast lässt sich auf einer Wanderroute südlich des Ortes erkunden, die im Landschaftsschutzgebiet Fuhneaue verläuft. Die Route ist ungefähr sechs Kilometer lang. Das Schutzgebiet umfasst artenreiche Wiesen, Schilfgraswiesen, feuchte Hochstaudenfluren und den Erlen-Eschenwald Quellbusch.

Entlang der Route spendet eine Friedenseiche von 1871 Schatten und bietet einen Platz zum Innehalten. In der Nähe liegt ein gestalteter Spielplatz mit Trinkwasserbrunnen. Der Fuhneradweg führt am Marktplatz in Radegast vorbei. Damit stehen für die Orientierung vor Ort sowohl eine Wanderroute als auch ein Radweg mit einem konkreten Bezug zum Marktplatz zur Verfügung. Wegbedingungen, Zugang und Ausstattung können sich ändern; prüfen Sie die aktuelle Situation vor Ihrem Besuch.

Weitere Naturziele setzen eigene Akzente: Der Blaue Stein in Locherau ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Eine Winterwanderung führt von Diesdorf in die Mosigkauer Heide.

Der größere Rahmen: Anhalt-Bitterfeld

Das übergeordnete Reiseziel Anhalt-Bitterfeld liegt an Elbe und Mulde, zwischen Dübener Heide und Fläming, und umfasst 1.450 km². Das Biosphärenreservat Mittelelbe gilt im Landkreis als Ort der Ruhe, des Erlebens und der Erholung. Der Goitzschesee bei Bitterfeld zählt zu den jüngsten Gewässern Deutschlands. Dort wurde früher Braunkohle abgebaut und als Nebenprodukt Bernstein gefördert.

Auch der Barocke Irrgarten von Altjeßnitz gehört zu den regionalen Besonderheiten: Er ist der größte erhaltene barocke Irrgarten Deutschlands und umfasst 2.600 m². Der Bitterfelder Bogen verfügt über einen insgesamt 540 Meter langen Weg mit Plattformen und Bänken; die oberste Rampe endet an einem Balkon mit Panoramablick über die Umgebung von Bitterfeld. In Zörbig präsentiert das Heimatmuseum in zwölf Räumen die wechselvolle Stadtgeschichte von der Ur- und Frühgeschichte bis in die jüngste Vergangenheit. Der Schlossturm kann bestiegen werden und bietet einen weiten Blick über das Land. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

Weitere Reiseziele entdecken: Radegast, Storkau, Görzig, Köthen (Anhalt), Zörbig, Sandersdorf-Brehna, Bitterfeld-Wolfen, Osternienburger Land.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Anhalt-Bitterfeld.

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