Schollene liegt am linken Ufer der Havel und verbindet eine ausgeprägte Feuchtlandschaft mit Zielen für Kultur und Bewegung. Das spätbarocke Schloss, die Bockwindmühle und die Museumsscheune im Ortszentrum setzen unterschiedliche Akzente. Für die Planung lässt sich deshalb zunächst entscheiden, ob die Landschaft, eine Tour oder die Ortsgeschichte den Schwerpunkt bilden soll.
Feuchtlandschaft und Natur beobachten
Schollene liegt neben der Niederung der Unteren Havel und der Feuchtlandschaft des Schollener Sees. Wiesen, Gräben, Kanäle, Altarme, Schilfbestände, Weidenränder und Reste von Auenwald prägen den Landschaftsraum. Der See ist flach und weist ausgedehnte, teils schwimmende Schilfbestände sowie Feuchtvegetation auf. Er gehört zu einem international bedeutsamen Feuchtgebiet.
Im weiteren Schollener Gebiet wird außerdem der Kranichzug hervorgehoben; bei Neuschollene gibt es eine Beobachtungsplattform. Wer sich für dieses Naturthema interessiert, kann es bei der Planung neben den Ufer- und Feuchtlandschaften berücksichtigen.
Rad- und Fußtouren, Wasser an der Havel
Der Havelland-Radweg führt auf seiner Strecke von Berlin-Spandau nach Havelberg durch Schollene. Er ist überwiegend asphaltiert und flach. Neben dieser Radroute sind Rad- und Fußtouren in Schollene und seiner Umgebung ganzjährig möglich. So stehen für die Erkundung sowohl das Fahrrad als auch Touren zu Fuß zur Wahl.
An der Havel gibt es einen Badeplatz, und Wasserwanderer sind willkommen. Damit kommen zum Radfahren und zu Fußtouren zwei weitere Wasserbezüge hinzu: eine Stelle zum Baden und die Möglichkeit, Schollene als willkommenen Ort für Wasserwanderer einzuordnen.
Schloss, Bockwindmühle und Museumsscheune
Das spätbarocke Schloss in Schollene wurde 1752 von der Familie von Printzen erbaut. Die Bockwindmühle Schollene stammt aus dem Jahr 1845 und kann nach ihrer Restaurierung wieder besucht werden. Sie dient zugleich als Aussichtspunkt: Von dort reicht der Blick über den Schollener See und die umliegende Landschaft. Außerhalb der Mühle lassen sich landwirtschaftliche Geräte und ein 2011 errichteter Göpel betrachten. Da sich Besucherarrangements ändern können, prüfen Sie diese vor einem Besuch der Mühle.
Die Museumsscheune befindet sich im Ortszentrum in einer renovierten ehemaligen Scheune. Sie zeigt Themen aus dem lokalen Leben, darunter Landwirtschaft, regionale Natur, Handwerk, Gewerbe und Gemeindegeschichte. Auch die Entwicklung von Handwerk, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Schifffahrt im Gebiet wird behandelt. Die Scheune bündelt damit unterschiedliche Aspekte der Orts- und Wirtschaftsgeschichte, während Schloss und Mühle konkrete historische Bauwerke ins Zentrum rücken.
Für Ihre Auswahl bedeutet das: Der Radweg und die ganzjährig möglichen Fußtouren sprechen unterschiedliche Bewegungsformen an; Badeplatz und Wasserwandern ergänzen den Havelbezug. Für einen Kulturakzent stehen das 1752 errichtete Schloss, die besuchbare Mühle mit ihrem Blick über den See und die thematisch breite Museumsscheune. So können Sie Schollene entlang des Schwerpunkts planen, der Sie am meisten interessiert.
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