Neusalza-Spremberg verbindet Umgebindearchitektur, Kirchen und Wege in die Landschaft. Ein 12,7 Kilometer langer Rundweg führt am Reiterhaus-Museum, am Spreepark und an den Schmiedesteinen vorbei. Dazu kommen das Wald- und Erlebnisbad und zwei benannte Fernradwege. Für die Planung können Sie sich an diesen unterschiedlichen Schwerpunkten orientieren: Baugeschichte, Bewegung im Freien oder Wasserangebote.
Reiterhaus und Ortsgeschichte
Das Reiterhaus gilt als eine der ältesten und malerischsten Oberlausitzer Umgebindekonstruktionen. Der Hauptbau entstand 1670/71 und hat seine heutige Form seit einem Umbau im Jahr 1703. Der Seitenflügel stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; in seinem Obergeschoss befindet sich ein seltenes Umgebinde. 1938 wurde das Reiterhaus als Kunst- und Kulturdenkmal in die staatliche Denkmalliste aufgenommen. Auch die Reiterfigur am Haus erzählt von einer Tradition: Sie ist eine Trophäe des Ritterstechens, eines alten oberlausitzischen Volksbrauchs.
Die Ortsgeschichte bietet weitere zeitliche Bezugspunkte. Die Gründung der Stadt Neusalza wurde am 12. Januar 1670 vom sächsischen Kurfürsten bestätigt. Spremberg ist dagegen erstmals für das Jahr 1242 urkundlich erwähnt. Die beiden Daten beziehen sich auf unterschiedliche Ortsgeschichten und geben einen knappen historischen Rahmen für Neusalza-Spremberg.
Kirchen im Ortsbild
Die Dreifaltigkeitskirche in Neusalza steht oberhalb des Marktes. Sie wurde am 4. Februar 1679 geweiht und besitzt einen einfachen dreiteiligen Grundriss mit Altarraum, Apsis und Kirchenschiff. Mit der Kirche verbunden ist die Geschichte der Exulanten, die im 18. Jahrhundert nach Neusalza und in die Umgebung kamen.
Die Spremberger Dorfkirche liegt auf einem Hügel über der Spree. Gemeinsam mit der ehemaligen Exulantenkirche von Neusalza rahmt sie das Ortszentrum. Beim erweiterten Wiederaufbau 1901/1902 blieben der alte Turm und die frühere Apsis erhalten. Wer die beiden Kirchen betrachtet, begegnet so unterschiedlichen Baugeschichten und Ortsbezügen, ohne sie zu einem einzigen Bauensemble zusammenzufassen.
Rundweg, Aussicht und Radwege
Die 12,7 Kilometer lange Rundwanderung um Neusalza-Spremberg passiert das Reiterhaus-Museum, den Spreepark und die Schmiedesteine. An den Schmiedesteinen bietet eine Terrasse Ausblicke über Neusalza-Spremberg und das Lausitzer Bergland. Der Spreepark wird als Ort der Ruhe, Stille und Abgeschiedenheit beschrieben; das Kerbsohlental gilt als Naturschauspiel. Zusammen ergeben diese Ziele verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt im Freien.
Neusalza-Spremberg liegt direkt am Umgebinderadweg und am Spreeradweg, zwei benannten Fernradwegen. Wanderungen ins Zittauer Gebirge lassen sich von hier aus planen. Radfahren und Wandern sind damit unterschiedliche Möglichkeiten, die Sie bei Ihrer Aufenthaltsplanung getrennt berücksichtigen können.
Wasserangebote und praktische Orientierung
Das Wald- und Erlebnisbad liegt neben ausgedehnten Wäldern auf einem 30.000 Quadratmeter großen Gelände. Sein Abenteuerbereich umfasst eine große Wasserrutsche, Strömungskanal, Wasserfall und Luftsprudel. Hinzu kommen ein Naturbecken mit großer Wasserfläche und Sprungturm sowie ein Sportbecken mit 25-Meter-Bahnen. Die verschiedenen Becken und Bereiche bieten konkrete Alternativen für unterschiedliche Interessen am Wasser.
Auf dem Gelände ist Camping mit moderner Küche und Gemeinschaftsraum möglich. Da das Angebot vom örtlichen Betrieb abhängen kann, prüfen Sie vor der Reise, ob Camping aktuell angeboten wird. Auch bei der Anreise helfen konkrete Orientierungspunkte: Das Reiterhaus liegt direkt an der B96, 200 Meter vor dem Ortsausgang in Richtung Zittau. Vor dem Haus befindet sich die Bushaltestelle Reiterhaus; prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt. Parkplätze gibt es am Reiterhaus und auf der anderen Seite der Spree an der Residenz am Spreepark. Auch die Parkmöglichkeiten sollten Sie vor Ihrer Anreise überprüfen.
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