Waldhufen liegt zwischen den Königshainer Bergen und der wald- und teichreichen Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Vor allem sanfte Hügel prägen die Landschaft. Bei Jänkendorf und Diehsa reicht Waldhufen bis an den Quitzdorfer Stausee, in dem der Schwarze Schöps aufgestaut wird. So treffen Landschaft, Wasser und Radziele auf mehrere unterschiedlich geprägte Dorfkirchen.
Landschaft mit klaren Ortsbezügen
Thiemendorf liegt nördlich des Hochsteins in einem zwei Kilometer langen Tal der Königshainer Berge. Für die Auswahl nach Landschaftsmotiven sind die Ortsbezüge gut zu unterscheiden: In Thiemendorf steht das Tal im Mittelpunkt; bei Jänkendorf und Diehsa ist es der Stausee. Beide Aspekte geben der Landschaft eine konkrete, jeweils eigene Kontur.
Radfahren rund um Diehsa und den Stausee
Die erste niederschlesische Fahrradkirche befindet sich in Diehsa am ausgeschilderten Froschradweg. Von Mai bis Oktober ist sie geöffnet und bietet verschiedene Angebote für Radfahrende, Touristen und Besucher. Da die Öffnung saisonal ist, prüfen Sie die örtlichen Angaben am besten vor Ihrer Fahrt.
Eine 20 Kilometer lange Radtour rund um den Quitzdorfer Stausee führt in Richtung Diehsa. Zu ihren Stationen gehören ein geschütztes Markt-Ensemble, das Gewandhaus mit kleinem Park und eine Fahrradkirche. Die beiden Radbezüge setzen unterschiedliche Akzente: Der Froschradweg ist mit der Fahrradkirche verknüpft, während die Rundtour den Stausee als Rahmen hat und Richtung Diehsa führt.
Bei der Diehsaer Kirche steht ein Trinkwasserbrunnen. Das Gasthaus am Markt direkt neben der Kirche bietet Speisen und Fahrrad-Reparatursets. Fragen Sie vorab nach den aktuellen Angeboten, wenn Sie diese Leistungen fest für Ihre Tour einplanen möchten.
Dorfkirchen und Baugeschichte
Die St.-Ursula-und-St.-Gallus-Kirche in Nieder Seifersdorf ist eine romanische Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert, umgeben von einer starken Mauer. Zusammen mit dem Pfarrhaus, den Scheunen und den Wehrmauern bildet sie ein mittelalterliches Ensemble. Im Kircheninneren sind spätgotische Malereien erhalten. Hinzu kommt eine bemalte ein- und zweigeschossige Empore mit biblischen Szenen. So lässt sich der Kirchenbau sowohl über seinen Wehrcharakter als auch über die erhaltene Innenausstattung betrachten.
In Ullersdorf erhielt die Kirche um 1629/1630 ihr heutiges Renaissance-Erscheinungsbild. Damit unterscheiden sich die historischen Schwerpunkte: Nieder Seifersdorf steht für eine romanische Wehrkirche und ein mittelalterliches Ensemble, Ullersdorf für den späteren Renaissance-Akzent.
Städtische Architektur in Görlitz
Im übergeordneten Reiseziel Görlitz ist die historische Stadtarchitektur ein eigener Schwerpunkt. Die Altstadt umfasst etwa 4.000 Baudenkmäler und zählt zu den am besten erhaltenen historischen Ensembles in Mitteleuropa. Der Untermarkt ist das historische Herz der Stadt und von Bürgerhäusern aus Renaissance und Barock umgeben.
Der Schönhof wurde nach einem Stadtbrand ab 1526 im Stil der Renaissance wiedererrichtet. Heute ist er das Hauptgebäude des Schlesischen Museums zu Görlitz und zählt zu den ältesten Renaissancebauten nördlich der Alpen. Damit bietet Görlitz einen eigenen architektonischen Stadtkontext innerhalb des übergeordneten Reiseziels.
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