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Radrouten, der renaturierte Seegraben und Nieskys Baugeschichte geben einem Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte. Wer vor allem Rad fährt, findet mehrere benannte Wege und eine Rundtour mit Start und Ziel in Niesky. Naturinteressierte können den Seegraben mit seinen Themenstationen erkunden; Museum, geschützter Stadtkern und Holzhauspfad erschließen eigene Aspekte der Stadtgeschichte.

Radfahren: regionale Wege und Rundtour

Zu den Radrouten rund um Niesky gehören der Froschradweg und der Oder-Neiße-Radweg. Als Fernradwege werden außerdem die Sächsische Städteroute, die Seenlandroute und der Spreeradweg genannt. Die Neißelandtour beginnt und endet am Platz der Jugend in Niesky. Sie setzt sich überwiegend aus vorhandenen, ausgeschilderten Abschnitten des Oder-Neiße-Radwegs, des Froschradwegs und regionalen Touren zusammen. Zur Neißelandtour gehört auch die Heide-Teich-Landschaft der Schlesischen Oberlausitz. Damit stehen einzelne regionale und überregionale Wege neben einer Rundtour, die in Niesky beginnt und endet.

Seegraben: Natur und Wasser erleben

Der Naturlehrpfad Seegraben folgt einem renaturierten Wasserlauf in Niesky und macht Veränderungen von Natur, Wasser und Landschaft verständlich und unmittelbar erlebbar. Der renaturierte Abschnitt ist etwa 775 Meter lang; der Pfad grenzt an das FFH-Schutzgebiet Teiche bei Moholz. Durch die Renaturierung sind Lebensräume für Amphibien, Vögel und Insekten entstanden.

Die Themenstationen greifen Otter und Amphibien, Wiesen und Bienen, Wälder, Lavendel und Kulturlandschaften sowie das Verhältnis von Mensch und Natur auf. Das Themenspektrum reicht so von einzelnen Tieren und Lebensräumen bis zu einem breiteren Blick auf Landschaft und menschliches Handeln. Der Seegraben verbindet Naturbeobachtung mit der Frage, wie Wasser und Landschaft sich verändern.

Stadtgeschichte und Entdeckungen in Niesky

Museum Niesky stellt die Herrnhuter Brüderunität, das Nieskyer Pädagogium und Christoph & Unmack als drei prägende Elemente der Stadtgeschichte vor. Regelmäßig zeigt das Museum Sonderausstellungen von Künstlern aus der Region und Mitgliedern des örtlichen Heimatvereins. Bedeutende Orte der Nieskyer Geschichte können bei fachkundig geführten Besuchen kennengelernt werden.

Der geschützte Stadtkern wird durch den Zinzendorfplatz und seine schlichten Barockbauten gebildet. Auch der Holzhauspfad widmet sich der Baugeschichte: Er führt durch Nieskys Siedlungen, und Informationstafeln stellen Christoph & Unmack, die Architekten und ihre Gebäude vor. Zu den bemerkenswerten Orten zählen außerdem die Evangelische Brüderkirche und die ehemalige Knabenanstalt, die heute ein Gymnasium ist.

Für Kinder gibt es die Rallye de Noly, eine spielerische Entdeckungstour durch Niesky. Sie setzt einen anderen Akzent als ein Museumsbesuch oder die Beschäftigung mit Architektur: Die Stadt wird hier über eine kindgerechte Entdeckungstour erschlossen.

Planung und Anreise

Die Tourist-Information in Niesky bietet thematische Stadtführungen, berät zu Tagesausflügen und Radtouren, informiert über regionale Sehenswürdigkeiten und verkauft Rad- und Wanderkarten. Dort erhalten Sie auch Informationen zu Sonderausstellungen im Museum. Für die Planung können diese Angebote unterschiedliche Interessen ergänzen: von einer geführten Tour durch die Stadt bis zur Orientierung auf Rad- und Wanderwegen.

Eine mögliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Görlitz nach Niesky führt zunächst mit dem Zug nach Horka und anschließend mit Bussen Richtung Niesky. Prüfen Sie die Fahrpläne vor Ihrer Reise. So lässt sich die Anreise in die Planung einbeziehen, bevor Sie zwischen Radrouten, Seegraben und Stadtgeschichte Ihren Schwerpunkt setzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Muskau, Kreba-Neudorf, Hohendubrau, Schönbach, Seifhennersdorf, Dürrhennersdorf, Boxberg/Oberlausitz, Weißkeißel

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Görlitz.

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