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Seit dem 6. Juli 2019 gehört Dippoldiswalde zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Bergbaugeschichte begegnet Ihnen an mehreren Orten: MiBERZ zeigt frühe Technologien des Silberbergbaus, der Bergbaulehrpfad führt durch die mittelalterliche Bergbaustadt, und das LOHGERBER widmet sich unter anderem der Gerberei. Rings um die Stadt liegen die Dippoldiswalder Heide und die Talsperre Malter. So stehen Kulturgeschichte und Natur als unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt nebeneinander.

Montanerbe in Schloss und Stadt

Im Schloss Dippoldiswalde ist MiBERZ untergebracht. In sechs Gewölberäumen erklären Ausstellungen frühe Technologien für den Abbau und die Verarbeitung von Silbererz. Der Blick richtet sich damit sowohl auf die Gewinnung des Erzes als auch auf seine Verarbeitung – zwei Aspekte, die zusammen ein konkretes Bild der frühen Silbertechnologien vermitteln.

Das LOHGERBER MUSEUM & GALERIE Dippoldiswalde befindet sich in einer um 1750 erbauten Gerberei. Zum geschützten Komplex gehören außerdem ein barockes Haus und eine originalgetreu rekonstruierte, dreigeschossige Gerberwerkstatt. Die Dauerausstellungen behandeln die Gerberei und Lederindustrie, die Stadtgeschichte sowie die bildende Kunst des Osterzgebirges. Im Vergleich zu MiBERZ setzt das LOHGERBER andere Akzente: Hier treten Handwerk, städtische Geschichte und regionale Kunst in den Vordergrund.

Auch die Bergbaupräsentation in Dippoldiswalde nutzt zahlreiche Medienstationen und Virtual Reality. Damit gehören digitale Vermittlungsformen ebenfalls zum Blick auf das montane Erbe der Stadt.

Der Bergbaulehrpfad

Der Bergbaulehrpfad bildet einen Rundkurs durch Dippoldiswaldes mittelalterliche Bergbaustadt. Seine sieben Stationen sind mit archäologischer Forschung verknüpft. So begegnet das Bergbauthema nicht nur in Schloss und Museum, sondern auch entlang eines Weges durch den Stadtraum. Wer sich für die archäologische Seite der Ortsgeschichte interessiert, findet hier einen anderen Zugang als in den Ausstellungen.

Zwischen Heide und Talsperre Malter

Dippoldiswalde liegt am Fuß des Osterzgebirges zwischen Dresden und Altenberg. Die Stadt ist vom Landschaftsschutzgebiet Dippoldiswalder Heide und der Talsperre Malter umgeben. In der Heide gibt es markierte Wanderwege. Damit lässt sich der Blick auf die Stadtgeschichte um einen Naturraum ergänzen; die Wege in der Heide setzen dabei einen anderen Akzent als die historischen Orte im Stadtgebiet.

Die nahe Talsperre Malter ist ein Erholungsgebiet mit Erlebnisbad, Badeplätzen, Camping, Bootsverleih, Minigolf, Beachvolleyball, Tennisplätzen, Gaststätten und Cafés. Die Bandbreite reicht damit von Baden und Bootsverleih bis zu Sport- und Essensangeboten. Die Angebote können sich mit der Zeit ändern; prüfen Sie vor der Anreise, welche Einrichtungen aktuell verfügbar sind.

Anreise mit der Weißeritztalbahn

Die Weißeritztalbahn hat eine Station in Dippoldiswalde; am Bahnhof gibt es eine kleine Zahl an Parkplätzen. Wenn Sie auf einen Stellplatz angewiesen sind, prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit vor der Anreise. Fahrräder können in der Weißeritztalbahn im Gepäckwagen mitgenommen werden. Da sich auch die Transportbedingungen ändern können, informieren Sie sich vor Ihrer Fahrt über die geltenden Bedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Seifersdorf, Paulsdorf, Schmiedeberg, Bahretal, Liebstadt, Bad Schandau, Kirnitzschtal, Glashütte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sächsische Schweiz.

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