Sebnitz lässt sich über ein ungewöhnlich konkretes Handwerk kennenlernen: Die Deutsche Kunstblume Sebnitz fertigt künstliche Blumen weiterhin in traditioneller Handarbeit – ein Handwerk, das in der Stadt seit 1834 beheimatet ist. Dazu kommen Stadtgeschichte zum Erkunden, Sammlungen mit historischen Räumen und Aktivangebote bei SoliVital.
Kunstblumenhandwerk und Stadtgeschichte
Bei der Deutschen Kunstblume Sebnitz können Besucher die einzelnen Schritte der Blumenherstellung beobachten und „Selberblümeln“ selbst ausprobieren. Das macht das Handwerk nicht nur als Tradition, sondern auch als praktische Erfahrung erlebbar.
Für Besucher mit Mobilitäts- oder Sehbeeinträchtigungen gibt es besondere Führungen. Außerdem stehen ein Aufzug und direkte Parkmöglichkeiten für Pkw und Busse zur Verfügung.
Die Städtischen Sammlungen und das Afrikahaus laden in den Museumsgebäuden an der Hertigswalder Straße 12–14 dazu ein, Kunst, Kultur und Regionalgeschichte zu erkunden. Im Museum für Kunstblumen und Stadtgeschichte in Sebnitz gibt es mehr als 12.000 Exponate und eine Museumsbibliothek mit mehr als 3.000 Titeln. Zu den gezeigten historischen Räumen zählen eine Weberstube, das Büro eines Kunstblumenherstellers, ein Heimarbeiterzimmer sowie Barock- und Biedermeierzimmer.
Die Städtischen Sammlungen dokumentieren auf drei Etagen wichtige Phasen der Geschichte der Grenzregion und der Stadt. Der Historische Stadtrundgang beginnt dort und führt durch die historische Innenstadt. Er zeigt den Wandel Sebnitz’ vom Leinenweberort zur Kunstblumenstadt. Ein weiteres Vorhaben greift diese Industriegeschichte auf: Der geplante Blümelpfad soll ehemalige Kunstblumenproduktionsstätten in der Innenstadt verbinden und die Geschichte der Gebäude und Fabriken vermitteln.
Aktivangebote bei SoliVital
SoliVital in Sebnitz bietet einen Indoorspielplatz, eine Kletterhalle, eine Soccer-Arena, einen Fitness- und Gesundheitsbereich, eine Bowlingbahn, einen Probenraum und Gastronomie. Zugleich ist SoliVital der Startpunkt von Borderless Trails, einem grenzüberschreitenden Mountainbike-Areal zwischen Sachsen und Tschechien. Damit treffen an einem benannten Ausgangspunkt verschiedene Freizeitangebote und ein eigener Mountainbike-Schwerpunkt zusammen.
Wandern im Sebnitzer Tourismusgebiet
Das Sebnitzer Tourismusgebiet eröffnet Zugang zu Wanderungen im Elbsandsteingebirge. Felsformationen, Täler, Wälder und Aussichtspunkte prägen das Landschaftsbild. Für die Planung längerer Wanderungen lohnt die Unterscheidung zwischen diesen Landschaftseindrücken und den konkreten Routenangeboten im übergeordneten Reiseziel.
Wanderwege im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterscheiden sich zwei Wanderprofile deutlich. Der 116 Kilometer lange Malerweg verläuft durch die Nationalparkregion und ist ein reiner Wanderweg; er kann nicht mit dem Fahrrad oder E-Bike erkundet werden. Übernachtungen bietet er in Hotels, Pensionen oder auf einem Campingplatz. Der 105 Kilometer lange Forststeig Elbsandstein führt durch das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz und bietet offizielle Biwakplätze sowie Trekkinghütten. So unterscheiden sich die beiden Wege sowohl in der Nutzung als auch bei den genannten Übernachtungsformen.
In der Nationalparkregion zeigen blaue Markierungen überregionale Wanderwege, rote Markierungen regionale und grüne oder gelbe Markierungen lokale Wege. In der Kernzone des Nationalparks dürfen Besucher nur markierte oder ausgeschilderte Wege nutzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Hinterhermsdorf, Lichtenhain, Mittelndorf, Kesselsdorf, Hohnstein, Rabenau, Neustadt In Sachsen, Kleinhennersdorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sächsische Schweiz.